Immobilien

Komplexes Projekt im Bauhausstil

Die modernen Neubauten bieten viele Grundriss-Optionen im Märchenviertel

Martin Menrad ist geschäftsführender Gesellschafter der Propos Projektentwicklung GmbH. Mit seinem Team war er für das Neubauprojekt „12 Brüder“ verantwortlich. Mit ihm sprach Anna Klar.

Berliner Morgenpost: Was zeichnet das Projekt „12 Brüder“ besonders aus?

Martin Menrad: „12 Brüder“ ist kein Nullachtfünfzehn-Projekt. Ich vermute, wer sich für das Projekt entschieden hat, hat das sehr bewusst gemachtund ich hoffe, dass er jetzt dafür auch das Gefühl hat, etwas Besonderes bekommen zu haben.

Die Häuser im Bauhausstil stehen mitten in einem beliebten Köpenicker Viertel, dem Märchenviertel, mit meist älteren Einfamilienhäusern. Passt das zusammen?

Das ist ein wenig auch eine Antwort auf die Geschichte des Grundstücks. Es war einst als Standort für eine Kirche frei gehalten worden, die nie realisiert wurde, dann wurde in der DDR-Zeit da ein moderner, pragmatischer Elementbau-Konsummarkt hingesetzt, man war ja damals in der Hinsicht nicht sehr zimperlich. Uns schien es angemessen, hier im Märchenviertel nicht heile Welt mit Hexenhäuschen zu spielen, sondern eine moderne Formsprache zu wählen, die die Maßstäblichkeit der Umgebung aufnimmt.

Was waren die größten Herausforderungen? Welche Kompromisse mussten Sie eingehen?

Das war zwar ein kleines, aber recht komplexes Projekt, in der Hinsicht, dass es zwölf einzelne Häuser sind, dann sind es aber auch wieder drei Gruppen zu je vier Häusern, die sich jeweils eine Zufahrt und die technische Erschließung teilen, und dann gibt es wieder Aspekte, die für alle zwölf Häuser gemeinsam zum Tragen kommen.Zu Kompromissen hat das nicht geführt, es war nur ein höherer Koordinierungs-Aufwand.

An wen richtet sich das Projekt?

Das Projekt war so konzipiert, dass es auf jeden Fall für junge Familien funktioniert. Das war unsere Hauptzielgruppe. Wir haben aber eine Reihe von Grundriss-Optionen angeboten, um die Häuser auch für andere interessant zu machen. Wir haben jetzt ganz unterschiedliche Besetzungen, natürlich primär junge Familien, aber auch Paare ohne Kinder.

Welche Rolle spielten Nachhaltigkeit und Ökologie beim Bau der Häuser?

Eine Öko-Siedlung war nicht unser Hauptanliegen. Natürlich werden alle Anforderungen der aktuellen EnEV eingehalten, einschließlich Solarthermie auf dem Dach, und die Anforderungen sind ja alles Andere als niedrig. Wir haben aber von einer gemeinsamen zentralen Wärmerzeugung oder anderen Konzepten Abstand genommen, da wir in der Autarkie der Häuser einen Pluspunkt für die Bewohner gesehen haben, die eingesetzte Technik zeichnet sich durch niedrige Erstinvestitions-, Unterhalts- und Folgekosten aus, im Sinne der Nutzer ist das auch nachhaltig.

Welchen Einfluss hatten die Eigentümer auf die Planung zum Beispiel der Grundrisse der einzelnen Häuser?

Einen großen. Das liegt vermutlich daran, dassanders als beim Erwerb einer Eigentumswohnung, viele Käufer das Gefühl haben möchten, individuell zu bauen. Und beim Einfamilienhaus mit Garten gibt es auch viel mehr Möglichkeiten der Individualisierung als bei der Eigentumswohnung. Zum Glück hatten wir mit der Berliner Volksbank Immobilien GmbH einen Partner, der die Kunden schon in der Vertriebsphase betreut hat.Wir waren bei „12Brüder“ in einem mittleren Preissegment unterwegs, also nicht billig von der Stange ohne Änderungsmöglichkeiten, aber auch nicht Luxus, das heißt mit Margen, bei denen sich für den Bauträger jeder Koordinierungsaufwand trotzdem rechnet. Das war für uns die wirtschaftliche Gratwanderung und vermutlich gibt es aus diesem Grund nicht so viele anspruchsvolle Einfamilienhaus-Projekte im mittleren Preissegment.

Was sind die Extras, die Sie bieten?

Ich will hier gar nicht einzelne Extras auflisten.Wir machen für unsere Projekte ein schlüssiges Konzept und versuchen dieses mit vollem Engagement, so gut wir können, umzusetzen.Uns ist ein optimales Ergebnis wirklich wichtig. Das ist unser Extra.

Planen Sie ähnliche Projekte?

So gehen wir an jedes neue Projekt heran. Ob in Berlin oder auch gerade in Leipzig.