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Das Silber pflegen

Mit Putztuch, Politur oder Alufolie gegen dunkles Anlaufen

Zu besonderen Anlässen wie den bevorstehenden Festtagen kommt Silberbesteck auf den Tisch. Da silberne oder versilberte Messer, Gabel und Löffel aber mit der Zeit anlaufen, bedarf es einer speziellen Pflege. „Das Anlaufen ist eine Reaktion von Sauerstoff mit Schwefelwasserstoff“, sagt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel. Auf der Oberfläche des Tafelsilbers entsteht bei dieser chemischen Reaktion die typisch schwarz-graue Verfärbung, Silbersulfid.

In Drogerien und Supermärkten gibt es verschiedene Reinigungs- und Pflegeprodukte, die Silber wieder zum Glänzen bringen. Bei allen Reinigungsmitteln gilt: Schutzhandschuhe tragen. Je nach Produkttyp und Gebrauchsanweisung unterscheidet sich die Anwendung. Mit einem imprägnierten Silberputztuch reibt man beispielsweise das schwarze Silbersulfid mit leichtem Druck vorsichtig von der Oberfläche ab.

Eine Alternative ist eine Silberpolitur. „Am besten das Mittel mit einem dünnen Baumwolltuch auftragen und sanft reiben“, sagt Joachim Dünkelmann vom Bundesverband der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte in Köln. Anschließend die Teile mit warmem Wasser abspülen und abtrocknen. Besteck lässt sich auch in einem Silbertauchbad reinigen.

Eine weitere Möglichkeit ist ein altes Hausmittel: ein Salzwasserbad. Hierfür benötigt man eine große Schüssel, in die das Besteck auf einem Stück haushaltsüblicher Alufolie gelegt wird, erklärt Urte Paaßen, Meisterin der Hauswirtschaft aus Essen. Dazu kommen ein Liter heißes Wasser und zwei Esslöffel Salz. Nach ein bis zwei Minuten das Besteck herausnehmen, abspülen und abtrocknen. Allerdings löst sich bei dem chemischen Prozess auch die oberste Silberschicht, gibt Dünkelmann zu Bedenken.

Neuere Silberbestecke vertragen auch die Spülmaschine, sehr alte Erbstücke mit vielen Verzierungen reinigt man sogar am besten per Hand, empfiehlt der Experte.