Havanna

Puma Libre

Kubas Ex-Staatschef trägt nach vielen Jahren in Adidas nun Jacken der Konkurrenz

Havanna.  Raubtier statt drei Streifen – so viel Freiheit muss in Kuba auch bei der Wahl des öffentlichen Auftritt-Outfits sein: Puma Libre. Nach Jahren als Adidas-Träger zeigt sich der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro immer häufiger in Kleidung des Konkurrenten Puma. Zu seinem 90. Geburtstag am Sonnabend hatte sich der frühere Staatschef in der kubanischen Hauptstadt Havanna erstmals seit Monaten wieder öffentlich gezeigt. Dabei trug er eine weiße Trainingsjacke mit hellgrünem Puma-Logo.

Ein Sprecher des Unternehmens aus dem fränkischen Herzogenaurach wies am Sonntag darauf hin, dass Puma die Olympiamannschaft des Karibikstaates ausstatte und „als Marke sehr präsent auf Kuba“ sei. Zugleich betonte er: „Wir haben keinen Ausrüstervertrag mit Fidel Castro und daher auch keinen Einfluss darauf, was er trägt.“ Ein Adidas-Sprecher meinte, dass Castro schon früher die Jacken der Konkurrenz angezogen habe. So war der Politiker im April 2015 bei der Kommunalwahl auf Kuba mit Puma aufgetreten.

Bis 2012 hatte noch Adidas den kubanischen Sportlern Trikots, Schuhe und Hosen zur Verfügung gestellt. Aus diesem Fundus habe sich vermutlich auch Castro häufig bedient, hieß es bei Adidas stets. Und auch Adidas betonte immer: Es gebe keinen Vertrag mit dem Revolutionsführer selbst.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.