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Gratwanderung zwischen den Stilen

Er hat Musik im Blut, den Schalk im Nacken und Flausen im Kopf. Vielleicht ist Joja Wendt deshalb zwischen Kapstadt und Berlin gefragt. „Mein Steinway verleiht mir Flügel“, behauptet der Tastenentertainer, der schon mit Größen wie Chuck Berry, Jerry Lee Lewis und Fats Domino die Bühne geteilt hat. Der Hamburger Pianist liebt die humorvolle Gratwanderung zwischen den Stilen. Blues, Boogie-Woogie und Jazz sind seine Basis. Aber auch Klassik, Pop und Comedy machen ihm Spaß. Gern bringt er angeschrägte Hochkultur auf die Bühne.

Schon mit vier Jahren hat Joja Wendt die Tasten für sich entdeckt, fand schnell den Zugang zur Welt der Improvisation. Nach ersten Gehversuchen in der Hamburger Bluesszene nahm er das Klavierstudium am Hilversumer Konservatorium und an der Manhattan School of Music auf. Bald begeisterte er in Los Angeles und Stockholm, bei den Jazzfestivals von Montreux und Paris. Fernsehshows wie „Wer kennt die Hits?“ haben den Träger des Louis-Armstrong-Jazz-Preises bekannt gemacht. Gerade hat er „Das kleine Blues & Boogie Buch“ veröffentlicht. Auf dem Gendarmenmarkt spielt er diesmal unter anderem den „Hummelflug“ und den „Sommer“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“.