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Kartellamt prüft Vergabe der EM-Tickets

DFB-Karten erhielten nur Mitglieder des Fan Clubs Nationalmannschaft

Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) droht wegen der Vergabepraxis der Tickets zur Fußball-EM 2016 in Frankreich womöglich Ärger vom Bundeskartellamt. „Nach den der Bundesregierung vorliegenden Informationen prüft das Bundeskartellamt derzeit die Notwendigkeit rechtlicher Schritte in diesem Zusammenhang“, zitiert der Deutschlandfunk aus einer Antwort der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Iris Gleicke, an die Bundesregierung.

Die Vergabe der Tickets war auf Kritik gestoßen, weil in der zweiten und für Fans entscheidenden Verkaufsphase, die am 18. Januar endete, nur Mitglieder des Fan Clubs Nationalmannschaft Tickets erwerben konnten. Wer nicht Mitglied war, musste eintreten und zum Kartenpreis mindestens 40 weitere Euro zahlen: 10 Euro Anmeldegebühr und 30 für den Jahresbeitrag 2016. DFB-Sprecher Jens Grittner hatte im Dezember 2015 dafür zwei Gründe genannt: „Zum einen können wir so ausschließen, dass unter den Bestellern welche mit Stadionverbot sind. Und zweitens wollen wir denjenigen, die ständig bei Auswärtsfahrten dabei sind und die Stimmung machen, eine Art Treuebonus zukommen lassen“, betonte Grittner.

( sid )