Komische Oper Berlin 

„Ich würde mich zersägen lassen!“

Hereinspaziert! Hereinspaziert! Wie in den vergangenen Jahren heißt es auch dieses Mal kurz vor Weihnachten an der Komischen Oper Berlin: Manege frei für eine klingende Operettensensation aus der Feder Emmerich Kálmáns! Dessen „Zirkusprinzessin“ entführt in die Welt der Akrobaten, Clowns und Tierdompteure. Als Zirkusdirektorin Stanislawski erzählt Dschungelkönigin und Diseuse Désirée Nick mit gewohnt losem Mundwerk von der heißen Liebesaffäre zwischen der reichen russischen Fürstin Fedora Palinska und dem ebenso attraktiven wie mysteriösen Zirkusakrobaten Mister X …

„Zirkus hat einen einzigartigen Geruch und verkauft alles als Sensation, appelliert an kindliches Staunen“, so Désirée Nick. „Sehr gerne würde auch ich mich einmal zersägen lassen oder als schwebende Jungfrau brillieren!“ Bevor es so weit kommt, brilliert die Nick aber erst einmal als Zirkusdirektorin an der Komischen Oper Berlin, wobei sie es sich nicht nehmen lässt, auch ihre Gesangskünste zu präsentieren. Schließlich hat sie bereits die Königin der Nacht gesungen, die Lakmé, die Margarete in Gounods „Faust“ … zugegeben: in einem Theaterstück über die skurrile amerikanische Sopranistin Florence Foster Jenkins. Sie sagt: „Es gibt keine bessere Diva als mich. Fragen Sie mich nicht warum. Ganz ehrlich, wenn ich sehe, wie andere ‚Diven‘ darstellen, auch an der Komischen Oper Berlin, habe ich permanent das Gefühl, die machen mich nach. Dabei könnten sie doch gleich das Original haben!“ Am 22. Dezember ist es nun endlich soweit: Das Original Nick erobert die Bühne der Komischen Oper Berlin! Das werden sich ihre Fans sicherlich nicht entgehen lassen. Und Kálmán-Fans dürfen sich neben „Zirkusnummern“ wie „Die kleinen Mäderln im Trikot“ auf schmachtende Melodien wie „Zwei Märchenaugen“ oder „Einmal schlägt auch meine Stunde“ freuen. Hereinspaziert! Manege frei.