Düsseldorf/Berlin

Rheinische Weihnachten

Christian Omerzu

Christbaum für das Kanzleramt kommt in diesem Jahr aus Düsseldorf

Düsseldorf/Berlin.  Von drauß’ vom Rheinland komm ich her ... Die frohe Kunde sandte am Donnerstag der nordrhein-westfälische Waldbauernverband ins Land hinaus: Der Weihnachtsbaum für Kanzlerin Angela Merkel kommt aus Düsseldorf. Das zwölf Meter hohe Gewächs stehe zurzeit in einem Wald im Stadtteil Angermund, ließ der Vorsitzende, Philipp Freiherr Heereman, wissen. Es sei eine große Ehre, dass sein Verband in diesem Jahr den Baum stiften dürfe. Ende November soll dieser gefällt und aus der westfälischen Landeshauptstadt in die Bundeshauptstadt gebracht werden. Der Verband verspricht, nicht weniger als den „perfekten Baum“ bei der Pirsch im Gehölz aufgetan zu haben. Gestiftet wird er von Wilhelm Graf von Spee.

Jedes Jahr darf ein anderes Bundesland die Kanzlerin mit einem Baum beschenken. 2014 bekam eine 15 Meter hohe Küstentanne von der Mecklenburgischen Seenplatte den Merkel’schen Segen. Dass es sich dabei um einen Ersatzbaum handelte, weil Reisigräuber das Original geplündert hatten, tat der festlichen Stimmung vor dem Kanzleramt keinen Abbruch.

Dass die CDU-Kanzlerin nun parteipolitisch nicht ganz passgenau eine Rotfichte besingen muss, mag vor allem daran liegen, dass die Schwarzfichte nun mal nicht im Rheinland, sondern in Kanada und den USA gedeiht. Schwarz-Rot bekommt gleichwohl von den Stiftern die hoffnungsfrohe politische Botschaft mit auf den Weg: „Ein heimischer Baum ist immer eine gute Wahl. Er sichert Arbeitsplätze und Einkommen und garantiert klimafreundliches Wirtschaften.“ Merry Merkel.