Nahverkehr

Berlins Liebling: Die Buslinie 100 wird 25

Als die Buslinie 100 im November 1990 erstmals durchs Brandenburger Tor fuhr, war das eine Sensation. Jetzt wird Berlins beliebtester Bus 25

Als die Buslinie 100 am 26. November 1990 erstmals durchs Brandenburger Tor fuhr, saßen darin zur Feier des Tages Berlins beide Bürgermeister: Oberbürgermeister Tino Schwierzina (Ost) und der Regierende Bürgermeister Walter Momper (West). Drumherum jubelten Berliner und Touristen (siehe Foto). Noch gut ein Jahr zuvor war das Brandenburger Tor streng abgeriegeltes Symbol des Kalten Krieges gewesen. Der Linienbus dagegen stand für den Sieg über die Geschichte. Und für die Rückkehr des Alltags nach Berlin. Gedacht war er von Beginn an als touristische Attraktion. Die neue Linie brachte aber auch viele Berliner in eine unbekannte Welt, denn viele kannten den jeweils anderen Teil der Stadt nicht oder kaum noch. Fahrgäste im Ostteil Berlins zahlten zwei Mark, im Westen 2,70 DM für eine einfache Fahrt. Heute sind es 2.70 Euro. Die beiden Verkehrsbetriebe BVG und BVB fusionierten erst 1992. Heute startet der 100er rund 300 mal am Tag. Bis zu 21 100er sind gleichzeitig auf der Strecke unterwegs.

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