Berlin

Zahl der Arbeitslosen steigt

Die Zahl der Arbeitslosen in der DDR steigt unaufhaltsam. Staatssekretär Horst Kinitz von der Zentralen Arbeitsverwaltung der DDR spricht am 12. Juli in Ost-Berlin von „besorgniserregenden Tendenzen“. Die genauen Zahlen sollten erst am Monatsende von der Bundesanstalt für Arbeit veröffentlicht werden. Problematisch sind vor allem die Situation ausländischer Arbeitnehmer, das Raumproblem für Arbeitsämter und die Lücken der Finanzierung. 220.000 Menschen sind zur Zeit von Kurzarbeit betroffen, für weitere 240.000 ist das bereits angekündigt. Im Unterschied zur Bundesrepublik Deutschland können sich in der DDR Kurzarbeiter weiterbilden, wenn sie von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Dies sei wichtig, um ein weiteres Ansteigen der Arbeitslosenzahl zu verhindern, sagt Kinitz. Nachholbedarf für qualifizierte Arbeitskräfte habe die DDR-Wirtschaft in den Bereichen Tourismus, Gesundheit, Bau, Ökologie, Steuer und Finanzen.