Geheimtipp

Genussabend: Wenn zum Wein auch noch das Essen kommt

Sommelier André Macionga veranstaltet Genussabende - noch gelten die als Geheimtipp, aber das könnte sich ändern.

André Macionga (links) und Vincent Garcia im „Pastis“.

André Macionga (links) und Vincent Garcia im „Pastis“.

Foto: Amin Akhtar

Der Abend im Restaurant „Pastis“ am Rüdesheimer Platz in Wilmersdorf war ein Geheimtipp. „Wir hatten nur in der Speisekarte einen Flyer beigelegt“, erzählt André Macionga. Der Sommelier von Zweisternekoch Tim Raue, der auch seine eigenen Weine kreiert, geht inzwischen den nächsten, logischen Schritt. Er kooperiert gelegentlich mit Restaurants, die zu seinen Weinen Gerichte zubereiten.

Im Fall des „Pastis“ hatte Chefkoch und Besitzer Vincent Garcia ein Acht-Gänge-Menü serviert, zu dem Macionga neben anderen seinen Champagner „L’Etoile de Berru“ 2010 (zusammen mit Adam Mereaux), die Weißweincuvée „Nymphe vom Montfort“ 2016 (mit der Klostermühle Odernheim), „Es ist wie es ist“ 2015 (mit Horst Sauer) oder auch die Rotweincuvée „Kamanima“ (mit Markus Schneider) ausgeschenkt hatte.

Häufig Anfragen von Firmen oder Konzernen

Häufig hatte es Anfragen von Firmen, Konzernen, Gruppen gegeben, die sich Genussabende wünschten – oder ihre Feiern mit Weinen von André Macionga ausrichten wollten, so der Sommelier. So fing es im Grunde genommen an. Aber auch Aromenschulen, Weintastings mit verschiedensten Aromen, waren schon dabei. Im Fall von Garcia wollte Macionga die klassischen Speisen des Südfranzosen – darunter Seezungenfilet an Beurre Blanc, Rinderbäckchen à la Bourguignonne mit Waldpilz-Duxelle oder Hummer-Medaillons an Karottencreme und Bouillabaisse à l’Orange – mit seinen modernen Weinen kombinieren. Was ihm übrigens perfekt gelungen ist, da waren sich wohl die meisten Gäste an dem Abend einig. Aus den Anfragen und Geheimtipps ist inzwischen eine Planung geworden – für einen festen Standort, an dem in Zukunft häufiger solche Genussabende stattfinden sollen, eventuell „einmal oder zweimal im Monat“.

Dazu will er seine Kollektion von jährlich acht Cuvées und einem Gin auf zwölf Cuvées erweitern – mit deutlich mehr Partnern als jetzt, um die Marke „zu fixieren“. Die Informationen zu seinen neuen Cuvées und später auch zu den Events, die dann wohl keine Geheimtipps mehr sein werden, wird es in ein bis zwei Wochen auf seiner Website geben: www.andremaciongacuvee.com