Veganuary und Dry January

Vegan und nüchtern durch den Januar

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Flat lay composition with bottles of delicious juices and fresh ingredients on orange background; Shutterstock ID 1845213580; avis: - Medizin Saft Smoothie ananas erdbeere spinat blaubeeren orange

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Foto: New Africa / Shutterstock / New Africa

Nach der Völlerei der Festtage kommt der Verzicht – der eine Bereicherung sein kann. Vegan und ohne Alkohol, aber trotzdem mit Spaß.

Berlin. Die Gans ist gegessen, der Rotwein ausgetrunken, der Verdauungsschnaps hat hoffentlich für Erleichterung gesorgt. Weihnachten und Silvester stehen häufig auch für Völlerei. Zuviel von allem, vor allem zu viel Fleisch, zu viel Alkohol. Zeit für etwas Verzicht. So gibt es im Januar die Kampagne „Veganuary“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen dabei zu unterstützen, 31 Tage lang auf Fleisch und tierische Produkte zu verzichten. Nach eigenen Angaben gibt es die Kampagne seit 2014. Allein im vergangenen Jahr 2021 hätten sich 580.000 Menschen für Veganuary angemeldet.

Während der Verzicht auf Fleisch im Januar erst einige Jahre alt ist, hat der Alkoholverzicht schon viel länger Tradition. Dabei geht es darum, einen Monat lang auf Alkohol zu verzichten. Was nach „Wasser und Brot“ klingt, der sprichwörtlich kargen Ernährung, ist aber längst ein Genuss. Denn viele Restaurants und Bars in Berlin haben sich auf den Trend eingestellt und bieten genussvollen Verzicht. Hier eine (kleine) Auswahl:

„Tianfuzius“ – Das „Tianfuzius“ an der Regensburger Straße in Wilmersdorf ist ein Ableger des bekannten „Tianfu“ und setzt auf vegane Küche. Es rühmt sich, das erste vegetarische chinesische Restaurant Berlins zu sein. So gibt es Sauerscharfsuppe mit veganem Huhn und Wasserkastanien, geräucherten Wuxiang-Tofu mit Koriander, gebackene Wantan mit einer Tofu-Füllung, verschiedene Teigtaschen, Feuertopf oder Fonduetopf und vieles mehr.

Tianfuzius Berlin, Regensburger Str. 1, 10777 Berlin, Telefon: 030 9153 9833, Dienstag bis Freitag, 12.00 – 15.30, 17.30 – 23.00, Sonnabend, Sonntag und Feiertage 12.00 – 23.00 https://www.tianfu.de/tianfuzius/

„Frea“ – Noch einen Schritt weiter geht das „Frea“ an der Torstraße in Mitte. Hier heißt das Konzept: „Full taste, zero waste“. Es werden keine Abfälle produziert. Die Lieferanten verzichten auf Plastikverpackungen, Essensreste werden kompostiert. Die Karte bietet verschiedene Gemüsegerichte wie Birne & Bete, gebackenen Kartoffelsalat, Maisbrot oder Kürbis-Mole.

Frea, Torstraße 180 / Ecke Kleine Hamburger Str., 10115 Berlin, Di. – Sa., 17.30 Uhr bis 0 Uhr, www.frea.de

„Kopps“ – Ganz in der Nähe residiert das „Kopps“ – der ideale Ort für diejenigen, die „Veganuary“ und „Dry January“ kombinieren wollen. Das Restaurant verspricht Fine Dining mit ausgefallenen Gemüse-Kreationen, vom Drei-Gänge- bis zum Sieben-Gänge-Menü ist alles möglich. Dazu gibt es wahlweise eine Getränkebegleitung mit oder ohne Alkohol.

Kopps Berlin, Linienstraße 94, 10115 Berlin, Do. bis So. 17 bis 0 Uhr, kopps-berlin.de

„1990 Vegan Living“ – Vietnamesische vegane Köstlichkeiten verspricht das „1990 Vegan Living“ in der Krossener Straße in Friedrichshain. Salate, vegane Sojagerichte, Gemüse in zahlreichen Varianten stehen auf der Karte des kleinen Restaurants.

1990 Vegan Living, Krossener Straße 19, 10245 Berlin, Mo. bis Sa. 12 Uhr bis 22.30 Uhr So. 13 Uhr bis 22.30 Uhr. Reservierung nicht erforderlich. www.restaurant-1990.de/

„Null Prozent“ – Der Späti gehört inzwischen so fest zu Berlin wie die Currywurst und das Wegbier. Doch beim „Null Prozent“ in Kreuzberg ist das Angebot ein wenig anders. Es gibt zwar auch Bier, Wein oder Sekt, aber alles alkoholfrei. Das Angebot gibt es offline an der Solmsstraße und in einem Online-Shop.

Null Prozent, Solmsstraße 30, 10961 Berlin Mittwoch bis Sonnabend: 12 - 20 Uhr oder Online-Shop: https://nuechtern.berlin/

„Oukan“ – Buddhistisch geht es im neuen japanischen Restaurant „Oukan“ zu. Die Grundsätze der so genannten Shōjin-Ryōri-Küche: Die pflanzenbasierten Gerichte sind so komponiert, dass sie dem Körper genau das geben, was er braucht. Alle Teller orientieren sich an den fünf Elementen und daran, die mit ihnen verbundenen Energien in Einklang zu bringen. Auch für eine alkoholfreie Teebegleitung ist gesorgt.

Restaurant „Oukan“: Ackerstraße 144, 10115 Berlin. Di. bis Sbd. ab 18 Uhr. Reservierungen via E-Mail an contact@oukan.de oder telefonisch unter 030 54774716, www.oukan.de.

Bar „Zeroliq“ – Eine Bar und Alkohol, das gehört doch zusammen, oder? Das „Zeroliq“ beweist das Gegenteil. Die Bar bietet komplett oder fast komplett alkoholfreie Cocktail-Kreationen, Biere und Weine an. Zu den Kreationen gehören „Summer in Berlin“, „Zeroligroni“, oder „Carrot Cake“. Wer sich vorher erst einmal überzeugen lassen möchte, kann eine Tasting Box bestellen.

Zeroliq Berlin, Boxhagener Str. 104,10245 Berlin, Do - Sa, ab 18 Uhr,So - Mi. Ruhetag

„Kolonne Null“ – Das alte Sprichwort „Eine Flasche ist zu wenig, zwei sind zu viel“, dürfte schon häufiger für einen Kater gesorgt haben. Wer gern Wein trinkt, aber die Folgen am nächsten Morgen scheut, sollte sich das Angebot der „Kolonne Null“ anschauen. Das Berliner Unternehmen kauft Weine ein und entalkoholisiert sie. Die Gründer Philipp Rößle und Moritz Zyrewitz reisen dabei inzwischen sogar zu den Winzern und besprechen mit ihnen schon vorab, wie der Wein ausgebaut werden soll, bevor er dann im eigenen Labor auf null Prozent gebracht wird. Im Angebot sind Weiß-, Rosé- und Rotweine namhafter Winzer. Für Unschlüssige gibt es auch ein Probiersortiment im Online-Shop. Die Weine kosten um die 10 Euro pro Flasche. Weitere Informationen: https://kolonnenull.com/