Gastronomie

Was Berliner Restaurants im Lockdown bieten

Berlins Restaurants dürfen Essen und Getränke nur noch liefern oder abholen lassen. Das sind ihre Angebote im Teil-Lockdown in Berlin.

Tim Hansen, Kamel Haddad und Vitali Müller vom "12 seasons" in der Giesebrechtstraße in Charlottenburg.

Tim Hansen, Kamel Haddad und Vitali Müller vom "12 seasons" in der Giesebrechtstraße in Charlottenburg.

Foto: Florian Kottlewski

Lockdown in Berlin: ein Deja-vu-Erlebnis. Seit Montag haben Restaurants und Bars in Berlin wegen der Corona-Pandemie wieder geschlossen, wie bereits im Frühjahr. Erlaubt sind Speisen und Getränke lediglich im Lieferservice oder für Abholer. Doch wer bietet was? Wir haben uns umgeschaut und stellen hier eine Auswahl Berliner Restaurants mit einem Lockdown-Angebot vor.

Tim Raue – Der Berliner Zweisterne-Koch bietet von seinem „Restaurant Tim Raue“ in Kreuzberg aus wieder einen Lieferservice. Unter dem Namen „Fuh Kin Great“ gibt es „Soulfood for you made by Restaurant Tim Raue“. Angeboten werden unter anderem Geschmortes Wagyu Beef mit roter Bete und Petersilie (24 Euro), Tomaten-Kim-Chi-Sud mit roten Garnelen und Koriander (18 Euro) oder Peking-Enten-Salat mit Gurke und Ingwer (24 Euro). Ab dem 9. November liefert Raue seine Menüs zum Preis von 68 Euro auch bundesweit über DPD aus. Der Versand erfolgt immer am Mittwoch. Für Berliner wird der Lieferservide Dienstag bis Sonnabend angeboten. Bestellungen werden am Vortag entgegengenommen und am Folgetag zwischen 11 und 18 Uhr geliefert.

12seasons – Vitali Müller, Tim Hansen und Küchenchef Kamel Haddad, die gerade mit ihrem neuen Restaurant „12seasons“ in der Giesebrechtstraße in Charlottenburg gestartet sind, lassen sich vom Lockdown in Berlin nicht aufhalten. Sie eröffnen das „Markt 12“ mit einem speziellen Menü und Take-away-Gerichten. In der ersten Woche gibt es Kürbissuppe, Kartoffel-Butternut-Rösti mit Gorgonzola-Salbei-Creme, Wild-Bratwurst mit Tomaten-Chutney und Chili-Mayo, Rinderbacke mit Kartoffelpüree und Maronen-Ragout, Graupen-Risotto mit Waldpilzen und Parmesan und abschließend Pancake mit Ahornsirup auf der Karte. Zudem gibt es Eingemachtes und Eingekochtes aus saisonalem Obst und Gemüse. Freitags und sonnabends gibt es zudem das „12seasons Dinner“ mit vier Gängen für 40 Euro. Alle Speisen werden in Vakuum-Tüten verpackt, dazu gibt es eine kurze Anleitung.

Die Abholung der Markt-12-Angebote ist Montag bis Samstag von 11 bis 17 Uhr möglich. Das 4-Gang-Menü kann Montag bis Samstag ab 12 Uhr telefonisch unter 0179 494 19 67 oder per E-Mail an office@12seasons.berlin bestellt und zwischen 17 und 20 Uhr abgeholt oder geliefert werden. Die Lieferung innerhalb eines Drei-Kilometer-Radius ist kostenfrei. Vorspeisen kosten zwischen 12 und 15 Euro, Hauptgänge zwischen 19 und 30 Euro. Menüs kosten ab 40 Euro für vier Gänge. Infos auf der Website des „12seasons“

Einsunternull – Das Sternerestaurant „einsunternull an der Hannoverschen Straße in Mitte setzt auf „Berliner Proviant“. Den gibt es vegetarisch oder klassisch und enthält ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen, das zu Hause nur noch erwärmt werden muss. Zehn Euro des Erlöses werden zudem an eine gemeinnützige Organisation gespendet. Die vegetarische Variante enthält eine Paprika-Suppe mit eingelegten Bohnen und Gremolata, ein Pilzgulasch mit Sauerrahm, eingelegtem Kürbis, Balsamico-Schalotten, Kürbis-Gnocchi und Kürbiskern-Pesto sowie hausgemachte Pralinen, Canelés de Bordeaux und Macarons. Dazu gibt es Sauerteig-Baguette mit Röstzwiebel-Butter und hausgemacht Limonade. Der klassische Berliner Proviant bietet im Hauptgang ein Rindergulasch. Ein Menü kostet 98 Euro, geliefert wird zum Wunschtermin (unter Vorbehalt) zwischen 12 und 17 Uhr. Das Angebot gibt es auf der Website des „einsunternull“.

Schloßhotel Berlin – Eigentlich sollte im „Schloßhotel Berlin“ in diesem Monat das Morgenpost-Menü stattfinden. Doch es konnte nur einmal seine Türen für die Gäste öffnen. Im Lockdown setzt das Team um Direktor Stefan Athmann und F&B-Managerin Corinna Matz auf ein „To Go“-Konzept, verkauft wird aus dem Fenster heraus. Auf dem Programm stehen Maronensuppe, Cheeseburger, Currywurst und eine Portion Pommes. Zudem gibt es hausgemachte Drinks mit und ohne Alkohol wie Quitte-Punsch oder Hot-Apple-Punch oder Champagner. Die Drinks werden entweder vakuumiert oder können auch direkt beim Spaziergang genossen werden. Die Gerichte kosten zwischen 8 und 12 Euro, die Pommes Frites 3,50 Euro, die Cocktails zwischen 5,50 Euro und 12 Euro. Das Angebot gilt ab 2. November donnerstags bis sonntags, 12 bis 20 Uhr am Fenster neben dem Haupteingang in der Brahmsstraße 10 in Grunewald. Telefonische Bestellungen: 89 58 40.

BRLO Brwhouse – Eigentlich war im „BRLO Brwhouse“ am Gleisdreieck schon alles für die Wintersaison vorbereitet. In einem Zelt sollte es ein spezielles Entenmenü geben. Im Lockdown haben die Betreiber schnell umdisponiert und bieten jetzt Gerichte im Lieferservice an. Auf der Karte stehen Philly Cheese Steak, Chef’s Choice Sandwich, Chicken Sandwich, 500 Gramm St. Louis Cut Ribs, Gebackener Blumenkohl oder auch eine viertel Brandenburger Freiland-Ente. Dazu Beilagen wie Kohl-Chips, Süßkartoffelstampf und Rotkohl Slaw. Das Entenmenü soll es auch bald geben – zum Abholen. Bestellt werden kann ab Donnerstag, 5. November, über den Lieferservice „Wolt

Schmidt Z & KO – Die „vinophile Genusswerkstatt“ an der Rheinstraße in Friedenau bleibt teilweise geöffnet. Der Weinhandel findet wie bisher von Dienstag bis Sonnabend, 11 bis 19 Uhr statt. Zudem gibt es den Mittagstisch weiterhin, allerdings zum Abholen, immer von 12 bis 15 Uhr. Die Bestellung sollte vorab durchgegeben werden, um die Wartezeiten so gering wie möglich zu halten. Einzelne Gerichte kosten 12 oder 17,50 Euro, das Dessert 6 Euro. Das Drei-Gang-Menü gibt es für 34 Euro. Die Speisekarte findet man täglich auf der Website von „Schmidt Z & KO“, Tel. 200 03 95 70.

Bricole – Bereits im ersten Lockdown hatte das „Bricole“ an der Senefelderstraße 30 in Prenzlauer Berg eine Feinkostwirtschaft eröffnet, einen Außer-Haus-Verkauf. Ab Donnerstag, 5. November ist es wieder soweit, „aus Dankbarkeit“, so Inhaber Fabian Fischer. Man möchte so die Unterstützung der Gäste im ersten Lockdown zurückgeben, so Fischer weiter. Verkauft werden „Köstlichkeiten mit Berliner Touch“: Königsberger Klopse, Wildgulasch, Gänseconfit, Entenleberparfait und mehr, serviert in Gläsern und ausreichend für zwei bis drei Personen. Die Preise liegen zwischen 16 und 18 Euro pro Glas, die Beilagen bei 4,50 bis 6,50 Euro. Informationen zu Öffnungszeiten und Angeboten gibt es auf der Website des Restaurants oder auf deren Facebook-Seite.

Prism – Auch das Sternerestaurant Prism in Charlottenburg setzt im Lockdown auf Lieferservice. Küchenchef Gal Ben Moshe bietet sein Wintermenü für zu Hause an. So gibt es das „Prism Social @ Home“ zum Teilen zum Preis von 70 Euro für Selbstabholer oder 79 Euro im Lieferservice. Geboten werden sechs Gänge mit weißem Zackenbarsch, Lamm, „Kamelmilch“ oder Gurken-Kimchi. Wer es kleiner mag, kann das „Schawarma Weekend Special“ im fluffigen Brot mit Minz-Joghurt-Sauce und Gurken-Kimchi für 16 Euro wählen (nur Selbstabholer). Weitere Infos auf der Website des „Prism“.

India Club Berlin – Berlins nach eigenen Aussagen „exklusivste indische Küche“ gibt es im „India Club“ an der Behrenstraße in Mitte. Donnerstag bis Dienstag von 15 bis 21 Uhr kann man sich die exotischen Aromen nach Hause holen. Auf der Karte stehen Kohlrabi-Apfel-Salat (15 Euro), Lamm-Kofta (16 Euro), ein Assam-Enten-Curry (27 Euro) oder das gebutterte Hühnchen (23 Euro). Beilagen wie das Safran Pulao kosten 4 bis 5 Euro, das India Club Black Dal 9 Euro. Bestellungen nur über Telefon: 20 62 86 10 (Mindestbestellwert 50 Euro innerhalb Berlins). Das Menü gibt es auf der Website des Restaurants.

Cookies – Stephan Hentschel, Küchenchef vom „Cookies Cream“ bringt ein Vier-Gang-Menü zum Abholen oder Liefernlassen heraus. Enthalten sind Baguette mit Kräuterbutter, Miso-Gurke mit Seetang-Kaviar, Tomatentee, Parmesan-Taschen mit Artischocke und weiße Schokolade mit Pistazien und Erdbeeren als Nachtisch (48 Euro). Ab dem 6. November gibt es zudem ein „Crackers Menü“ (45 Euro) unter anderem mit Pulled Beef und auch ein Weihnachdtsmenü für 69 Euro. Zu bestellen sind die Menüs online.

Pastis – Das französische Restaurant am Rüdesheimer Platz bietet von 12 bis 18 Uhr eine Mittagskarte zum Mitnehmen. Küchenchef Vincent Garcia setzt auf die typisch französische Brasserie-Küche. Die Wochenkarte enthält Kürbissüppchen (5 Euro), Baguettes (2,50 Euro), Flammkuchen (ab 9,90 Euro) oder auch ein Drei-Gänge-Abendmenü für zwei zum Vorbestellen (30 Euro). Dazu gibt es täglich wechselnd zwei Gerichte wie Boeuf Carottes (12 Euro) oder Pasta mit Miesmuscheln Marinières (12 Euro). Bestellungen über Tel. 81 05 57 69. Ab einem Bestellwert von 75 Euro wird im Umkreis von 5 Kilometern um den Rüdesheimer Platz auch geliefert. Die Karte ist online zu finden.

The Catch – Cocktails, Wein, Sushi, Sashimi, Bowls, Fisch und Meeresfrüchte in zahlreichen Variationen bietet das „The Catch“ mit seiner modernen japanischen Küche an der Mommsen- Ecke Bleibtreustraße in Charlottenburg, zum Liefern und zum Abholen. Auch Sushi-Boxen für mehrere Personen sind möglich. Bestellungen über die Website des Restaurants.

Ganymed Brasserie – Die „Ganymed Brasserie“ am Schiffbauerdamm setzt ganz auf die französische Küche. Küchenchef Pietro Solito bietet im Corona-Lockdown einen neuen Außer-Haus-Service. Angeboten werden unter anderem Taschenkrebsscheren (19,50 Euro für drei Stück), Garnelen (22,50 Euro für acht Stück) oder rosa gebratenes Lammkarree mit Rosmarinkartoffeln und Grillgemüse (24,50 Euro) oder auch ein ganzer gegrillter Hummer mit Tagilolini in Hummer-Bisque (54,90 Euro). Das Chateaubriand mit Rosmarinkartoffeln und Grillgemüse reicht für zwei Personen (70 Euro), die ganze Gans mit Apfelrotkohl, Grünkohl und Klößen für vier (110 Euro). Bestellt werden muss 24 Stunden vorher, die Speisen können dann zwischen 17 und 19 Uhr abgeholt werden. Lieferungen kosten pauschal 15 Euro, aber einer Bestellsumme von 100 Euro ist die Lieferung innerhalb des Berliner Rings kostenfrei. Bestellungen täglich von 10 bis 14 Uhr über Telefon: 28 59 90 46 oder via Mail: nicole.bathe@ganymed-brasserie.de. Die Karte und passende Weine gibt es auf der Website des Ganymed.

Ottenthal – Österreichische Spezialitäten stehen auf der Karte des „Ottenthal“ an der Kantstraße in Charlottenburg. Täglich bietet das Restaurant die Klassiker der Karte von 14 bis 20 Uhr zum Mitnehmen an. Ein „Freundliches Menü“ beinhaltet eine Kürbisrahmsuppe, Wiener Schnitzel und handgezogenen Apfelstrudel (28 Euro), eine Schnitzelsemmel (7 Euro), das Wiener Schnitzel (20 Euro), Kässpätzle (14 Euro) oder auch Debreziner Gulyas (18 Euro) gibt es als Einzelgerichte. Telefonische Bestellung ab 13.30 Uhr: 313 31 62. Weitere Infos auf der Website.

Zum Haxenwirt – Deftige bayrische Spezialitäten gibt es beim „Zum Haxenwirt“ nahe dem Fehrbelliner Platz in Wilmersdorf. Die Karte listet Leberknödel in Rindfleischbrühe (4,20 Euro), Frittatensuppe (3,80 Euro), Münchner Wurstsalat (8,50 Euro), Salate, Brotzeitbrettl und neben vielen anderen Spezialitäten natürlich die „Schweinshax’n“ (2,60 Euro je 100 Gramm). Haxen sollten einen Tag vorher bestellt werden. Bestellung unter Tel. 822 51 33, Informationen und Karte auf der Website.

The International – Mit einem Liefer- und Abholservice will auch „The International by Bernd Risau“, das zum International Club Berlin (ICB) in Westend gehört, über den Monat kommen. Die Karte bietet Tatar (1^ Euro), Roastbeef mit Remouladensoße und Bratkartoffeln (19 Euro), Bouillabaisse (12 Euro), britische Klassiker wie knusprige Ente mit Kürbis und Minze (18 Euro), Fisch & Chips (17 Euro), Clubsandwich (15 Euro), Semmelknödel mit Waldpilzen (14 Euro) oder Wiener Schnitzel (24 Euro). Bestellungen auf der Website.

Schmelzwerk – Markus Herbicht betreibt in seinem Schmelzwerk in den Sarotti-Höfen am Mehringdamm in Kreuzberg seit Pfingsten ein Pop-up-Restaurant, das an ausgewählten Tagen öffnet. Im zweiten Lockdown bietet er nun „Ente & Gans Pick up“ an. Angeboten wird eine bäuerliche Hafermastgans, gefüllt mit Brioche, Dörrobst, Blattpetersilie, Liebstöckel, geschmolzener Zwiebel, Röstkastanie und seinem ureigenen Gänsegewürz mit Beilagen (Granatapfel-Birnen-Blumenkohl, Kartoffelklößen, Portwein-Preiselbeeren und Gänsejus) für 148 Euro (für vier Personen) oder 198 Euro (für sechs Personen) oder eine Brandenburger Landente gefüllt mit Werderaner Apfel, Bitterorange, Beifuß, Blattpetersilie, Zwiebeln, Bitterorange und seinem Entengewürz inklusiver der gleichen Beilagen für 78 Euro (für zwei Personen) oder 156 Euro (für vier Personen). Daneben gibt es Wildgulasch (58 Euro für zwei Personen inklusive Beilagen) oder Veganes Kürbis-Gulasch (48 Euro für zwei Personen). Das Angebot gilt vom 11. November bis 23 Dezember und muss drei Tage vorher bestellt werden unter Tel. 0159-04021451 oder Mail: info@schmelzwerk-berlin.deWeitere Informationen auf der Website des Schmelzwerks.

Jolesch – Das Restaurant „Jolesch“ bietet sein österreichisches Angebot zum Mitnehmen an. Zusätzlich gibt es einen eigenen Lieferservice oder die Möglichkeit, über Lieferando zu bestellen. Angeboten werden Schnitzel - auch vegetarisch oder vegan), Saftgulasch bis hin zum Kaiserschmarrn. Ab dem 11. November gibt es auch wieder das „Gänse-Taxi“, mit dem die Martins- oder Weihnachtsgans nach Hause kommt (25 Euro pro Person). Veganer können auch einen Sellerie-Braten mit Kartoffelklößen, salziger Mandel-Karamell-Soße und Berberitzen bestellen. Bestellt werden muss mit einem Vorlauf von vier Tagen.

Aufwind – Das Restaurant in Charlottenburg bietet ein „To Go“-Angebot mit wechselnden Gerichten und Menüs zum Mitnehmen, die Dienstag bis Sonnabend von 12 bis 18 Uhr ohne Vorbestellung in der Windscheidstraße 31 abgeholt werden können. Zusätzlich zu den Gerichten (ab 5 Euro) gibt es auch frisch gemixte Drinks (5 Euro). Das Aufwind Deluxe Menü kostet 49 Euro. Bestellungen für das Menü werden montags bis freitags bis 17 Uhr über Mail kontakt@aufwind.de entgegengenommen.