Restaurant-Tipp

Vietnamesisches Essen in historischem Ambiente

Die Bergmannstraße ist zur Gastromeile geworden, darunter ist auch das „Umami“.

Wie bei Muttern in Vietnam: Das Logo des Restaurants „Umami“ in        Kreuzberg ist am Eingang in Holz gebrannt. Foto: Patrick Goldstein

Wie bei Muttern in Vietnam: Das Logo des Restaurants „Umami“ in Kreuzberg ist am Eingang in Holz gebrannt. Foto: Patrick Goldstein

Foto: Patrick Goldstein

Kreuzberg. Reden wir im Zusammenhang mit der Bergmannstraße einmal nicht von Parklets, Durchgangsverkehr oder Eiszeitfindlingen. Denn auch anderer Wandel findet dort statt. Wer wenige Jahrzehnte zurückblicken würde, sähe dort Trödelläden und farblose Auslagen. Inzwischen ist die Straße zur Gastronomiestrecke geworden. Gestylte Lokale, Küchen exotischer Länder und Kellner, die den Gast erst einmal auf Englisch ansprechen, prägen inzwischen das Bild.

Dazu gehört das asiatische Restaurant „Umami“. In den warmen Monaten sind die Plätze davor meist besetzt. Wer in die Gasträume betritt, taucht nicht zuletzt wegen des schummrigen Lichts in eine diffuse, aber behagliche Film-Kulisse ein. Das Thema: Indochina zur Kolonialzeit. Lampions, trendy abgenutzte Tische und eine mächtige antike Standuhr bestimmen die Atmosphäre.

Das „Umami“ bietet „Sommerbrise“ und „Herbstgarten-Salat“

Nach 15 Minuten fragen wir, ob wir möglicherweise eine Karte bekommen können. Ab dann geht es aber zügig und zuvorkommend voran mit dem Service. Als Getränk wählen wir „Sommerbrise“ aus Ananas- und Limettensaft, Sojareismilch und Minze - der richtige Mix zwischen Milch- und Fruchtgeschmack (3,90 Euro). Der „Herbstgarten-Salat“ ist eine kleine Portion mit Tofu, Cherrytomaten, die nicht wässrig schmecken, wieder sommerlicher Mango-Julienne und einem knusprigen Winkel Sesambrot (5,40 Euro). Knackig auch die zwei „Buddha Rolls“ mit Seitan-Hack und Glasnudeln im Soja-Dip (3,90 Euro). Im Keramiktopf und mit gedämpftem Gemüse kommen die sautierten Rinderstreifen auf Reisnudeln des „Pakse Pan“ daher (7,80 Euro).

Zum Abschluss empfehlen wir den „Ca Phé“: ein vier Finger hohes Kaffeegetränk, das am Tisch auf karamellisierte Milch durch den Filter läuft (2,90 Euro). Insgesamt: ein außergewöhnliches und gelungenes Menü in einer Umgebung, in der man gern auch lange Abende verbringt.

„Umami“, Bergmannstraße 97, Kreuzberg, täglich 12 bis 0 Uhr. Reservierungen per Telefon: 683 25 085 oder per E-Mail: xberg@umami-restaurant.de.