Neueröffnung

Gut und bürgerlich in der Potsdamer Villa Kellermann

Günther Jauch und Tim Raue eröffnen die Villa Kellermann neu. Ein erster Besuch in dem sanierten Restaurant.

Blick in die Villa Kellermann in Potsdam

Blick in die Villa Kellermann in Potsdam

Foto: Nils Hasenau

Im Mai durften Besucher sich zum ersten Mal auf der Baustelle der Villa Kellermann am Heiligen See in Potsdam umsehen. Jetzt sind die Bauarbeiten praktisch abgeschlossen, die Räume denkmalgerecht – und wunderschön – saniert, am 25. September öffnen sich die Pforten für das Potsdamer, Brandenburger und Berliner Publikum. Im Vorfeld servierten Günther Jauch und Tim Raue zum ersten Mal Gerichte, die es bald für alle geben soll. Es sei das zweite Projekt, bei dem er mit null Ahnung reingehe, sagte Hausherr Jauch. Das erste sei das Weingut von Othegraven gewesen, das zweite dieses Restaurant. „Ich wollte das Haus immer wieder zu einem öffentlichen Ort machen“, so Jauch unter Bezug auf die rund zehn Jahre Leerstand, die die Villa Kellermann hinter sich hat und freute sich über die Zusammenarbeit mit Raue.

Angekündigt war bürgerliche regionale Küche – natürlich mit Niveau. Dem folgen Zwei-Sternekoch Raue und Küchenchef Diether Wecker auch. So gibt es ab zwei Personen das Menü „Der gedeckte Tisch“ als Hommage an Raues Großmutter, die ihm sonntags immer „den Tisch vollgemacht“ hätte. Dementsprechend besteht das Menü zwar aus drei Gängen, aber der erste Gang beinhaltet bereits fünf Vorspeisen, darunter einen Salat mit Petersilie, Zitrone, grünem Pfeffer, Makrele Hausfrauen Art, einen Garnelencocktail und eine süßlich abgestimmte Entenleberterrine „Sanssouci“. Der Hauptgang ist eine Empfehlung des Tages, das Dessert laut Karte ein Bienenstich. Die Gerichte wechseln viermal jährlich mit den Jahreszeiten. Die Vorspeisen starten bei 9 Euro, das teuerste Hauptgericht ist mit 26 Euro kalkuliert.

Villa Kellermann, Mangerstraße 34, 14467 Potsdam, Sbd./So., 12-14.30 Uhr, Mi.–So. 18.–21.30 Uhr, Reservierungen nur unter villakellermann.de