Gastro-Kritik

Café Jacques am Maybachufer besticht durch schöne Lage

Im Café Jacques sitzt man wunderschön. Das Speisenangebot ist allerdings unentschieden und die Zubereitung lässt Wünsche offen.

Das Café Jacques hat eine große Terrasse.

Das Café Jacques hat eine große Terrasse.

Foto: Nina Kugler

Neukölln. Das Café Jacques ist schön gelegen: Direkt am Maybachufer, mit einer großen Terrasse, sitzt man unter grünen Bäumen in einer malerischen Berliner Straße. Von außen begeistert das Restaurant im hippen Kreuzkölln.

Die Küche ist jedoch wenig unentschieden. Als französisch mediterranes Restaurant wird es auf der eigenen Homepage beschrieben. Auf der Speisekarte halten sich die französischen Einflüsse zurück: So gibt es hier den Fischgrillteller mit Dorade, Steinbutt und Gamba mit Belugalinsenreis und Salat oder Lammkarree mit Röstkartoffeln, um nur zwei Beispiele von der regelmäßig wechselnden Karte zu nennen.

Zur Vorspeise werden verschiedene Teller angeboten, die sich die Gäste zu zweit oder dritt teilen sollen. Allesamt werden sie mit Hummus, Taboulésalat und gefüllte Weinblätter sowie Salaten angeboten – eher arabisch also. Entscheiden kann man sich bei den Vorspeisentellern, ob man sie vegetarisch, mit Fisch oder mit Fleisch will.

Der Platz ist toll, das Essen weniger

Wir entscheiden uns für den „Sindbad Teller“, also mit frittiertem Fisch. Der ist leider eher trocken und sehr zurückhaltend gewürzt. Dazu gehört erneut Hummus und gefüllte Weinblätter, Karotten- und Rote-Bete-Salat wirken ungewürzt. Hoffnung machen die Hauptgerichte: Thunfischfilet mit Salat und Röstkartoffeln für 16,50 Euro sowie selbstgemachte Tortelloni mit Gorgonzola-Feigen-Füllung und Walnusscreme für 13 Euro.

Das Thunfischfilet ist sehr weit durchgegart, der Salat ist mit einer Soße angemacht, die nicht hausgemacht wirkt, und die Kartoffeln sind sehr weich gekocht. Die Tortelloni hingegen sind geschmacklich gut, allerdings al dente gekocht.

Die Kritik an den Gerichten kommentiert die Bedienung mit einem Achselzucken. Den Nachtisch lassen wir ausfallen. So bleibt das Café Jacques in Erinnerung als ein Restaurant, in dem man wunderbar am Ufer sitzen kann. Und am besten ein Glas Wein trinkt.

Café Jacques, Maybachufer 14, Neukölln. Täglich 18 bis 1 Uhr, www.cafejacques.de