Restaurant-Tipp

Spezialität des Hauses: Grünes Ei zum Frühstück

In der Weinbar Brisgavi können Kunden zwischen 100 verschiedenen Weinen wählen. Dazu gibt es eine wechselnde Tageskarte.

Experten für einen guten Wein: Meike Mörtzsch und Thomas Pechmann von der Weinbar Brisgavi.

Experten für einen guten Wein: Meike Mörtzsch und Thomas Pechmann von der Weinbar Brisgavi.

Foto: Katrin Lange

Zehlendorf.  Es war einfach an der Zeit. „Hier an der Breisgauer Straße hat mir so ein Mix aus anspruchsvoller Gastronomie und Weinbar gefehlt“, sagt Meike Mörtzsch, Inhaberin des Restaurants „Brisgavi“ – was die lateinische Bezeichnung für den alemannischen Stamm der Breisgauer ist.

Die 52-Jährige mit langjähriger Hotelerfahrung hat früh ihre Liebe zu gutem Wein entdeckt. Seit mehr als 20 Jahren besucht sie mit ihrem kleinen privaten Weinclub jährlich ein anderes deutsches Weinanbaugebiet, immer auf der Suche nach interessanten Weinentdeckungen. Das war die beste Vorbereitung: In ihrem Restaurant mit Weinbar gibt es mehr als 100 Weine, davon etwa 20 im offenen Ausschank. Der Schwerpunkt liegt auf deutschen Weinen, aber auch Italien, Österreich und Frankreich sind vertreten. Alle Flaschen werden auch außer Haus verkauft.

Der Tag beginnt mit einem Grünen Ei

Das Restaurant ist ab zehn Uhr für ein Frühstück geöffnet. Der Tag kann zum Beispiel mit einem „Grünen Ei“ beginnen – einer Spezialität des Hauses mit zwei Spiegeleiern, Kräutern, Frischkäse und Avocado (7,50 Euro). Ab Mittag lohnt sich ein Blick auf die täglich wechselnde Tageskarte, die auf einer großen schwarzen Tafel angeschrieben ist.

Bei unserem Besuch stand unter anderen eine Pastinakencremesuppe mit Kräuterlachs (7 Euro) auf der Tafel, außerdem hausgemachte Rindfleischsülze mit Bratkartoffeln (13,50 Euro) und frisches Dorschfilet auf Gemüse (19,50 Euro). Sehr beliebt seien aber auch das Rindertatar in zwei verschiedenen Größen (ab 15 Euro) oder die Lammspieße auf Ratatouille (16,50 Euro) aus der Speisekarte, sagt die Inhaberin.

Frisch, regional und saisonal – das ist ihr Anspruch an die Küche, die sie auch als „deutsch-regional mit modernen europäischen Einflüssen“ bezeichnet. Koordinator der Küche ist Thomas Pechmann, zuvor mehr als 20 Jahre Chef von „Hardy’s guter Stube“ in Schmargendorf.

Deftige Platten am Abend

Wer nur am Abend auf einen Absacker kommt, kann zum Beispiel ein Glas Weiß- oder Grauburgunder, Riesling oder einen guten Roten aus verschiedenen Anbaugebieten trinken (etwa 5 bis 10 Euro das Glas) oder auch ein Bier aus der Brauerei Lembke (3,90 Euro). Sehr gern werden hierzu eine kleine oder auch große Käseplatte oder die Wurst- und Schinkenspezialitäten auf dem Brett serviert. An jedem ersten Sonnabend im Monat heißt es „Aperitivo“. Von 15 bis 18 Uhr gibt es kleine Häppchen zu Aperitif oder zum Wein am Atelierhochtisch.