Cookies Cream

„Cookies Cream“-Wiedereröffnung mit Dachterrasse

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Stephan Hentschel ist Küchenchef im „Cookies Cream“.

Stephan Hentschel ist Küchenchef im „Cookies Cream“.

Foto: Marcus Zumbansen

Sternekoch Stephan Hentschel serviert sein vegetarisches Menü in diesem Sommer auch auf dem Dach des „The Westin Grand“.

Es gibt Promi-Restaurants und es gibt das „Cookies Cream“, wo Marius Müller Westernhagen sich ganz ohne Aufhebens unter die Dinnergäste mischt. Am Donnerstagabend wurde im Kreis von Freunden und Familie die neue Dachterrasse des vegetarischen Sternerestaurants an der Behrenstraße in Mitte eröffnet.

Und wie immer bei den Feierlichkeiten von Heinz „Cookie“ Gindullis waren auch ein paar bekannte Gesichter darunter. Eines der Erfolgsgeheimnisse des Partyprofis, der vor über 25 Jahren seine erste illegalen Bar an der Auguststraße eröffnete und heute zwei Restaurants und eine Eventfirma betreibt, ist, dass ihm Fokus und Vision dabei nie abhanden gekommen sind.

Sieben-Gang-Menü von Sternekoch Stephan Hentschel

Und so stand in dieser lauen Sommernacht auf dem Dach des benachbarten Hotels „The Westin Grand“ neben der Wiedersehensfreude nach sieben Monaten coronabedingter Schließung vor allem das Sieben-Gang-Menü von Küchenchef Stephan Hentschel im Mittelpunkt. Mit neuen Kreationen wie Gegrillter Spitzkohl mit Selleriecreme und Pinienkernen oder Knusprige Kartoffeln mit weißem Spargel, Harissa, Rettich und Kerbel zeigte der 39-Jährige, warum er beim Thema vegetarisches Fine Dining in Berlin noch immer das Maß aller Dinge ist.

Hentschels Signature-Gerichte wie der Parmesanknödel klingen simpel, sind aber doch so fein justiert, dass man sich in den Teller gleichzeitig hineinlegen und ihn als Kunstwerk bestaunen mag. 2018 gab es dafür einen Stern vom „Guide Michelin“.

„Cookies Cream“ mit Terrasse auf dem „Westin Grand“

In diesem besonderen Sommer hat Cookie, der selbst seit Jahrzehnten Vegetarier ist, seinem Herzensrestaurant also eine Terrasse spendiert. Aus Gründen natürlich, aber auch, weil Freunde ihm schon seit Jahren in den Ohren lagen. Statt fensterloser Industrialatmosphäre gibt es nun altrosa Sonnenschirme und Sitzbänke zwischen den wuchernden Rosensträuchern, angrenzenden Plattenbauten und Historismus-angehauchten Pavillons des „Westin Grand“-Daches.

Der Aufstieg erfolgt, ganz Cookie-typisch, über eine Außentreppe des Restaurants, das man wiederum über den Hinterhof der Komischen Oper erreicht. Nicht selten dürften sich Gäste auf dem Weg gefragt haben, ob sie hier wirklich richtig sind.

Die Sitzgelegenheiten dürften Weggefährten der ersten Stunde bekannt vorkommen: Es sind die aus dem ersten „Cookies“ überhaupt. Reservierungen ab sofort hier.