Berlin

Der BER wird für 2,3 Milliarden Euro ausgebaut

Flughafenchef Lütke Daldrup präsentiert einen Masterplan für die Erweiterung des neuen Hauptstadtflughafen.

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup geht davon aus, dass der neue Hauptstadtflughafen BER nach seiner Eröffnung den steigenden Passagierzahlen gewachsen sein wird. Einen entsprechenden Masterplan zum Ausbau hat er am Montagabend auf einer Podiumsdiskussion des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) vorgestellt. Mit Verweis auf die Zuwächse bei den Passagieren sagte Lütke Daldrup: "Wir haben mit den Berliner Flughäfen eine Erfolgsgeschichte geschrieben."

Bis zum Jahr 2035 soll der BER laut Masterplan in mehreren Etappen mit dem Ziel erweitert werden, dass dort 55 Millionen Fluggäste pro Jahr abgefertigt werden können. Kosten soll das umfangreiche Ausbauprogramm rund 2,3 Milliarden Euro. Ohne zusätzliche Steuergelder, so Lütke Daldrup. "Mit dem Masterplan 2040 weisen wir nach, dass der mittel- und langfristige Bedarf am BER ohne die Bestandsflughäfen Tegel und Schönefeld sehr gut gedeckt werden kann", sagte der Flughafenchef. Derzeit wird damit gerechnet, dass der BER bei einer Eröffnung eine Kapazität für 22 Millionen Passagiere hat. Der Aufsichtsrat soll Mitte September über die Ausbaupläne disktutieren.

Einen neuen Eröffnungstermin nannte Lütke Daldrup nicht. Aber: Bei der Instandsetzung der defekten Schiebetüren sei man zu zwei Dritteln fertig. Die Sprenkleranlagen wolle man bis Mai 2018 ertüchtigen. Auch die Defekte an diesen beiden technischen Einrichtungen hatten eine Eröffnung des BER bislang verhindert.

Der Generalsekretär der Berliner CDU, Stefan Evers, kritisiert den Masterplan als "Wundertüte 2040" kurz vor dem Volksentscheid zu Tegel. Die Union hält trotz der Absage von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an ihrer Haltung zur Offenhaltung des alten Flughafens Tegel fest. "Die Kanzlerin hat die geltende Rechtslage beschrieben, und zwar zutreffend. Aber diese Rechtslage kann man ändern", sagte Evers.

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