Flugrouten

BER-Anwohner ziehen vor Menschenrechtsgerichtshof

Die Bürgerinitiative Kleinmachnow will die BER-Flugrouten mit Hilfe des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte verhindern.

Ein Justizbeamter bringt eine Karte mit geplanten Flugrouten in Berlin an einer Wand an

Ein Justizbeamter bringt eine Karte mit geplanten Flugrouten in Berlin an einer Wand an

Foto: dpa

Kleinmachnow.  Sechs Jahre nach der umstrittenen Festlegung der BER-Flugrouten will die Bürgerinitiative Kleinmachnow Überflüge mit Hilfe des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte verhindern. Die entsprechende Beschwerde über den „Flugroutenbetrug“ sei auf dem Weg zu dem Straßburger Gericht, teilte die Initiative am Freitag mit. Die Anwohner fühlen sich ihrer gesetzlich vorgesehenen Einflussmöglichkeiten beraubt.

Rundgang durch den Flughafen BER

Im Flughafen herrscht noch Helmpflicht, doch der neue BER-Chef zieht eine positive Bilanz: Von 180.000 Mängeln müssen laut Lütke Daldrup nur noch 13.000 beseitigt werden. Die Entrauchungsanlage soll mittlerweile funktionieren.
Rundgang durch den Flughafen BER

Hintergrund ist, dass die Gemeinde nach dem Planfeststellungsbeschluss des Landes für den neuen Hauptstadtflughafen von 2004 nicht überflogen werden sollte. Die tatsächlichen Flugrouten wurden jedoch erst 2012 in einem gesonderten Verfahren auf Bundesebene festgelegt - und betreffen zum Teil andere Gebiete als die Anwohner zuvor annehmen mussten. Der neue Flughafen soll nach mehreren geplatzten Eröffnungsterminen nun 2020 in Betrieb gehen.

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