Auf der A113

Autoverkehr zum BER: Behörde erwartet Verkehrsprobleme

Die Verkehrsverwaltung rechnet damit, dass nach der BER-Eröffnung 28.000 mehr Autos die stauanfällige A113 nutzen.

Ein Flugzeug flliegt über die A113

Ein Flugzeug flliegt über die A113

Foto: dpa

Berlin. Wer mit dem Auto zum künftigen Hauptstadtflughafen BER möchte, könnte Geduld benötigen. Die Verkehrsverwaltung rechnet mit deutlich mehr Verkehr auf der Autobahn von Berlin ins brandenburgische Schönefeld und erwartet Schwierigkeiten bei Tunnelsperrungen auf der Strecke, wie aus Antworten auf eine Anfrage der CDU im Abgeordnetenhaus hervorgeht.

Demnach ist nach dem BER-Start auf der stauanfälligen A 113 am Tunnel Altglienicke kurz vor Schönefeld täglich mit 28.400 zusätzlichen Autos zu rechnen; 2016 hatte das Bundesamt für Straßenwesen dort im Durchschnitt 64.000 Fahrzeuge pro Tag gezählt. Der Tunnel wird immer wieder wegen Unfällen oder zu viel Verkehr gesperrt sowie wenn Lastwagen die Höhenkontrolle auslösen.

Auch die Umleitungsstreckeist keine Lösung

Auf der Umleitungsstrecke könne der Zusatzverkehr aber auch bei angepassten Ampelschaltungen „nur bedingt abgewickelt werden“, erklärte Staatssekretär Jens-Holger Kirchner (Grüne) in den am Freitag veröffentlichten Antworten. Im Abgeordnetenhaus hatte er im vergangenen Mai jedoch auch deutlich gemacht: „Im Moment gibt es aber keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass der BER ausreichend angebunden ist.“ Eine weitere Autobahn sei nicht nötig.

Erst kürzlich hatte der Flughafen-Landkreis Dahme-Spreewald vor einem „Verkehrsinfarkt“ am BER gewarnt – und sich dabei aber auf den geplanten Ausbau des Flughafens in den Jahren nach der geplanten Eröffnung 2020 bezogen. Wie berichtet soll der Flughafen im Oktober 2020 eröffnet werden. Über die zusätzlich notwendige Finanzierung bis zur Eröffnung will der Aufsichtsrat in seiner kommenden Sitzung Anfang März beraten.

Rundgang durch den Flughafen BER

Im Flughafen herrscht noch Helmpflicht, doch der neue BER-Chef zieht eine positive Bilanz: Von 180.000 Mängeln müssen laut Lütke Daldrup nur noch 13.000 beseitigt werden. Die Entrauchungsanlage soll mittlerweile funktionieren.
Ein Rundgang über die Flughafen-Baustelle am BER
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