BER-Terminal

BER-Statik – Staatsanwalt prüft Verdacht auf Straftat

Wegen der zu schweren Ventilatoren im BER-Terminal hat die Staatsanwaltschaft Cottbus Vorermittlungen eingeleitet.

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat Vorermittlungen wegen der zu schweren Ventilatoren im Dach des BER-Terminals eingeleitet. Behördensprecherin Petra Hertwig sagte am Dienstag der Berliner Morgenpost: „Wir prüfen, ob ein Anfangsverdacht einer Straftat vorliegt“. So käme möglicherweise fahrlässige Baugefährdung in Betracht, eine Straftat nach Paragraf 319, Absatz 4 des Strafgesetzbuchs.

„Wer bei der Planung oder Leitung oder Ausführung eines Baus gegen die anerkannten Regeln der Technik verstößt und dadurch Leib und Leben eines anderen Menschen gefährdet, der kann bestraft werden“, so Hertwig. Das Gesetz sehe in diesem Fall eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe vor.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt aufgrund von Medienberichten, sagte die Oberstaatsanwältin. Mindestens in einem Fall sollen mit 4000 Kilogramm doppelt so schwere Lüfter eingebaut worden sein als von der Baubehörde in Dahme-Spreewald genehmigt und auch statisch berechnet. Inzwischen sind die Arbeiten im Terminal des künftigen Hauptstadt-Flughafens gestoppt worden.