Hauptstadtflughafen

Mehdorn verschiebt Verkündung des BER-Termins

Eigentlich sollte noch vor Weihnachten endlich ein Eröffnungstermin für den BER verkündet werden. Doch daraus wird nichts. Mehdorn will sich noch nicht festlegen - und spricht jetzt von einem Terminband.

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Seit vielen Monaten lacht die Welt über die deutsche Hauptstadt und ihren tollen neuen Großflughafen BER. Bereits vier Mal haben die Chefs der staatlichen Betreibergesellschaft und die Politiker des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg die Eröffnung des Prestigebaus in Schönefeld absagen müssen – wegen gravierender technischer Mängel. Nun bekommt die peinliche Geschichte des Versagens eine weitere Facette hinzu. Statt wie angekündigt bei der nächsten Aufsichtratssitzung am 12. Dezember endlich einen nun wirklich verlässlichen Termin zu nennen, will Flughafen-Chef Mehdorn nun doch lieber eher ein „Terminband“ verkünden. Konkreter will er vielleicht später werden.

Doch was bitte schön ist ein „Terminband“? Vielleicht eine Auswahl von Kalender-Daten, aus denen die SPD-Genossen in einem Mitgliederentscheid einen passenden Termin auswählen können. „Terminband“ – dieser so schön dehnbare Begriff – ist in Wahrheit Mehrdorns Eingeständnis, dass er auch nach anderthalb Jahren Pleiten, Pech und Pannen das für die gesamt Region so wichtige Projekt nicht im Griff hat.

Außer Nebelkerzen, „unkonventionellen“ Idee und dem Rausschmiss unliebsamer Mitarbeiter habe er wenig zum Voranbringen des BER beigetragen, ätzt die Berliner Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop. Das Hauptproblem am BER, die fehlende Funktionsfähigkeit der Brandschutzanlage, ist lange bekannt, aber noch immer nicht gelöst. Eine Eröffnung des Airports vor Herbst 2016 gilt inzwischen als unwahrscheinlich.

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