Brandschutzanlage

Am BER startet das erste Umbauprojekt seit Mehdorns Antritt

Wann der BER eröffnet, ist noch immer völlig unklar. Nun soll zumindest ein großes Manko beseitigt werden: Die Sprinkleranlage wird umgebaut, statt einer zentralen soll es drei separate Anlagen geben.

Foto: Bernd Settnik / dpa

Mit Änderungen an der Sprinkleranlage soll in diesen Tagen das erste größere Umbauvorhaben seit dem Amtsantritt von Hartmut Mehdorn beginnen. Dabei holt der Flughafen nun nach, was das zuständige Bauamt seit Jahren fordert: Die Anlage wird in mehrere Abschnitte geteilt, damit es bei Ausfällen Notlösungen gibt. Mit ihren mehr als 50.000 Sprinklerköpfen soll sie Brände im Terminal und seinen Anbauten löschen.

Statt einer zentralen Anlage sind künftig drei separate geplant: eine für das Abfertigungsgebäude und die zugehörigen Flugsteige sowie jeweils eine für den nördlichen und den südlichen Seitenflügel, an denen ebenfalls Flugsteige liegen. Fällt eine Anlage aus, kann die benachbarte Wasser einspeisen.

Eigentlich sollte die Anlage längst getrennt sein. „Aus nicht ersichtlichen Gründen ist das nicht geschehen“, hatte Mehdorn am Mittwoch vor Abgeordneten des Brandenburger Landtags eingeräumt. „Die Zulassungsbehörde sagt zu Recht: Da sind wir vom Flughafen verarscht worden.“

Keine Angaben zu Kosten des Umbaus

Gebaut werden müssen nun auch zwei weitere Sprinklerzentralen im Terminal. Der Platz dafür sei vorhanden, sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel. Zu den Kosten des Umbaus machte er keine Angaben.

Das Thema Sprinkleranlage ist Teil von Mehdorns Beschleunigungsprogramm für den Flughafen und das erste Projekt, in dem es nun eine grundsätzliche Entscheidung gibt.

Wann der Flughafen in Betrieb gehen kann, ist nach mehreren Verschiebungen weiter offen. Mehdorn will im Herbst einen Termin nennen.

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