Großflughafen

Islamist am BER - Securitas spricht von Fehler

Nach dem Einsatz eines mutmaßlichen Salafisten als Wachmann spricht die Sicherheitsfirma von einem Fehler eines Subunternehmers.

Das Sicherheitsunternehmen Securitas hat am Mittwoch sein Bedauern darüber geäußert, dass der 21 Jahre alte mutmaßliche Salafist Florian L. von einem Subunternehmen auf der Großbaustelle des künftigen Flughafens BER beschäftigt wurde. Der von Verfassungsschützern als gefährlich eingestufte, radikale Islamist war am 2. August 2012 im Zuge einer Zollkontrolle gegen Schwarzarbeit entdeckt worden.

„Wir bedauern, dass einer unserer Subunternehmer die Regeln verletzt und uns hintergangen hat. Deshalb nehmen wir diesen Vorfall zum Anlass, den Einsatz von Subunternehmern noch stärker als bisher zu prüfen“, sagte Frank Salewsky, Geschäftsführer Securitas Berlin-Brandenburg. Dem Unternehmen hätten zu keinem Zeitpunkt Informationen über den islamistischen Hintergrund von Mitarbeitern eines Nachunternehmens vorgelegen. Securitas betonte, dass Florian L. außerhalb des zukünftigen Sicherheitsbereichs des BER tätig war.

Der wegen seiner Kontakte zu den mutmaßlichen Islamisten Hani N. und Samir M. ins Visier der Verfassungsschützer geratene Florian L. soll jedoch zeitweilig den Zugang zur Großbaustelle kontrolliert haben. Der in Reinickendorf aufgewachsene 21-Jährige war im Frühjahr bei den Ausschreitungen von gewalttätigen Salafisten in Bonn und Solingen anwesend, wo Polizisten mit Messern verletzt wurden.

Die vorübergehende Beschäftigung des Berliner Islamisten auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens wird Thema im Innenausschuss des Brandenburger Landtags. Auf Antrag der CDU-Abgeordneten Björn Lakenmacher und Henryk Wichmann sei der Fall zusätzlich auf die Tagesordnung der Sitzung vom Donnerstag (16. August) gesetzt worden, teilte der Landtag am Mittwoch mit.

Die Sitzung findet ausnahmsweise in der zentralen Ausländerbehörde in Eisenhüttenstadt statt. Innenminister Dietmar Woidke (SPD) werde dort zu dem Fall Stellung nehmen, sagte ein Ministeriumssprecher.