Praxistest

Kabelloses Fitness- und Schlaf-Armband Misfit im Test

Selftracker sind meist entweder funktionabel oder schick – der Misfit Flash ist beides: Er ist Schrittzähler, Schlaf- und Aktivitätstracker und stylisches Schmuckstück in einem.

Armbanduhr, Freundschaftsbändchen und daneben noch einen Selftracker? Oder schickes Abendkleid und klobiges Sportarmband in unpassender Neonfarbe? Fitnesstracker haben sich vom Trainingspartner zum Alltagsbegleiter entwickelt. Doch optisch passen sie immer noch besser ins Fitnessstudio als zum Business-Outfit, geschweige denn zum Ausgeh-Look.

Misfit Flash schließt Lücke zwischen Funktion und Stylefaktor

Damit macht der Misfit Flash Schluss. Er vereint die Funktionalitäten der beliebten Selftracker mit der Optik eines Schmuckstücks, das je nach Modell sowohl modebewussten Herren wie auch Damen hervorragend steht. ln Form eines runden Schmuckstücks, ähnlich einem Ziffernblatt, kann der Misfit Flash dezent am Handgelenk, am Schlüsselbund oder mit passendem Zubehör sogar als Halskette oder Brosche getragen werden.

Dabei bietet das Schmuckstück alle Funktionaliäteten eines Fintnesstrackers und misst die täglichen Schritte und Bewegungen, überwacht den Schlaf und zeigt die Uhrzeit an. Alle Daten können in der Misfit App für iOS und Android gesammelt und ausgewertet werden. Zusätzlich Lässt sich der Misfit Flash als Schrittzähler in Apples Gesundheits-Tagebuch HealthKit übertragen.

Produkterklärung des Herstellers

Misfit Flash - Persönlicher Aktivitätsmonitor für Android & iOS

Verfolgt Aktivitäten wie Laufen, Schlafen oder Schwimmen

Tragbar an der Hüfte, am Hals, am Armband, am Schuh

Wasserfest bis 30 Meter Tiefe

Kein Aufladen erforderlich – Batterie hält bis zu vier Monate

Jetzt wird ausgepackt

Der Misfit Flash kommt als Startset mit dem runden Flash-Tracker, der in sieben verschiedenen Farben erhältlich ist, einem farblich passenden Sport-Armband, dem CLASP-Anhänger für den Schlüsselbund und – anders als bei unseren bisher getesteten Selftrackern – mit einer Batterie anstelle des sonst in den Selftrackern eingebauten Akkus und den Ladegeräten mit USB-Steckern.

Für unseren Test haben wir den Flash im Sportarmband getragen. Der runde Selftracker lässt sich leicht in die Halterung einclippen, sollte aber achsengenau ausgerichtet werden, damit sich die Uhrzeit später genau ablesen lässt. Das Armband trägt sich angenehm, hat keine scharfen Kunststoffkanten und ist ausreichend lang.

Das kann der Misfit Flash:

Mit dem Armband ist es möglich, die täglich zurückgelegten Schritte zu messen. Daraus errechnet die Software aufgrund der eigenen Angaben wie Alter, Größe, Geschlecht, Gewicht und Schrittlänge auf Tagesbasis die zurückgelegte Entfernung, wie viele Kalorien der Träger verbraucht hat und die Zeiten von Aktivität. Zusätzlich können sportliche Betätigungen, insbesondere Laufen und Radfahren, aber auch Schwimmen erfasst werden, denn der Misfit Flash ist bis 30m wasserdicht.

Zusätzlich wacht der Misfit Flash über Ihren Schlaf. Wann es ins Bett geht, will die Software in der App in einer Beta-Version selbständig erkennen. Darüber hinaus kann zum Einschlafen über die App auch eine Geräuschkulisse abgespielt werden, die von Grillenzirpen über Regentropfen bis hin zum Rauschen der Meerebrandung reicht. Am Morgen weckt der Misfit Flash dann in einer Phase leichter Träume vor einem persönlich gesetzten Weckzeitpunkt. Das macht das Aufwachen leichter und lässt entspannter in den Tag starten als der strikt gestellte Wecker mit Erinnerungsfunktion.

Der Misfit Flash dokumentiert nicht nur die Bewegungen, er hilft Ihnen auch, Ihre Fitnessziele zu erreichen. Das kann das Wunschgewicht seinoder nur die simple Steigerung der Bewegungen im Alltag. Oder aber, geregeltere Schlafzeiten einzuhalten. Zur Dokumentation der Ernährung greift der Flash anders als gängige Diät- oder Selftracker-Apps nicht auf Kalorienwerte aus Tabellen zurück, sondern fordert zum Führen eines Fototagebuchs auf, das die Eingabe der Mahlzeit mittels Schnappschuss ermöglicht und mehr Verständnis für die eigenen Ernährung erzeugt, ohne Rechenkünste zu fordern.

So wird der Misfit Flash bedient:

Auspacken, anlegen, App laden, loslegen – schon ist der Misfit Flash einsatzbereit. Die App (erhältlich für iOS und Android) verlangt eine Registrierung, damit Ihre Daten sicher abgelegt werden können. Dazu ist ein Facebook-Login ebenso möglich wie eine Registrierung auf dem Portal des Herstellers.

Langes Aufladen gibt es beim Misfit Flash nicht. Er kommt mit einer Batterie daher, die rund ein viertel Jahr halten soll. Aktuelle Selftracker mit Akku müssen derzeit mindestens einmal pro zwei Wochen bis täglich an die Ladestation. Mit einem Klick auf das Gehäuse des runden Misfit Flash-Trackers verbindet sich das Gerät dann erstmalig mit dem Handy via Bluetooth ab Version 4.1. Der Misfit Flash synchronisiert sich dann nur noch auf Aufforderung durch die App, was die Batterie schont.

Alle Funktionen lassen sich übersichtlich über die App steuern, die im Test nie schwächelte und auch keine Verbindungsprobleme hatte. Wer schnell mal seinen Zwischenstand abfragen möchte, braucht dazu aber kein Handy. Einmal auf das Gehäuse des Misfit Flash gedrückt, zeigen rote LEDs den Tagesfortschritt der gezählten Schritte, danach leuchten die zwölf kreisförmig angeordneten LEDs des Trackers wie die Zeiger einer Analoguhr und geben so die aktuelle Uhrzeit wieder.

Misfit Flash im Test

Positiv: Das überzeugt am Misfit Flash

- Zuverlässiger Selftracker im schicken Design

- Einfache Bedienung via App und am Gerät plus Anzeige der Uhrzeit

- Lange Laufzeit durch Batterie

- Innovative Dokumentation der eigenen Ernährung durch Foto-Tagebuch

Negativ: Das könnte am Misfit Flash verbessert werden

- Batterietausch alle drei Monate notwendig

- Ablesen der Uhrzeit etwas gewöhnungsbedürftig - eine kleine Digitalanzeige im Armbanduhrmodus könnte gefallen

- Keine Pulsmessung

Unser Misfit-Flash-Testergebnis

Der Misfit Flash ist derzeit unser Liebling unter den getesteten Selftrackern, denn er besticht durch seine Funktionaltät als Tracker, hat darüber hinaus die Funktionalität einer Uhr mit an Bord und muss nicht ständig aufgeladen werden. Obendrein ist er einfach schön anzusehen, egal ob am Handgelenk oder als Schmuckstück am Hals getragen.

Die Verarbeitung und die Materialien sind hochwertig und robust, das Gerät trägt sich federleicht und der Preis ist angemessen. Der Misfit Flash ist unsere Empfehlung für designbewusste Fitnessfreunde, die jederzeit eine gute Figur machen möchten und dabei auf die Funktionalität eines zuverlässigen Selftrackers nicht verzichten wollen.

Technische Daten des Misfit Flash

Produkt Misfit Flash Fitness + Sleep Monitor
Anbieter Bullboat UK Ltd
Hersteller Misfit
Marke Misfit Flash
Modell FO
CE-Kenn­zeichen W1J 5BF
Preis 49 Euro (Stand: Dezember 2014)
Leistung (laut Anbieter) Batterielaufzeit drei Monate
Farben in sieben Farben erhältlich
Zubehör Tracker, Sportarmband, CLASP, Batterie

Mehr Informationen zu Fitness, Sport und Ernährung bietet das Gesundheitsportal Lifeline. Quelle: lifeline.de