Ernährung

5:2-Diät – Fastentage helfen dem Immunsystem

Intermittierendes Fasten, also Hungern mit Unterbrechungen wie bei der 5:2-Diät, sorgt nicht nur für eine schlanke Linie, sondern könnte sogar der körpereigenen Abwehr auf die Sprünge helfen.

Die 5:2-Diät - also fünf Tage normal essen und zwei Tage fasten - gehört derzeit zu den größten Abnehm-Trends. Entwickelt wurde das Diätkonzept von zwei britischen Ernährungswissenschaftlern, Michelle Harvie und Tony Howell.

Nun bekommen die beiden für ihr Abnehmprogramm eine Art kostenlose PR von Seiten der Wissenschaft: US-amerikanische Forscher fanden heraus, dass intermittierendes Fasten wie bei der 5:2-Diät das Immunsystem stärken kann - zumindest bei Mäusen.

Fastende Mäuse: Mehr weiße Blutkörperchen, weniger Nebenwirkungen

Die Wissenschaftler hatten die Tiere einer Chemotherapie unterzogen, wie sie auch menschlichen Krebspatienten zuteil wird. Durch das Abwechseln von Fressen und Fasten regenerierten die für die Krankheitsabwehr wichtigen weißen Blutkörperchen weit schneller, berichtet das Forscherteam im Fachmagazin "Cell".

Außerdem reduzierten mehrere Fastenperioden die toxischen Nebenwirkungen der Chemotherapie und schützten das Erbgut der Mäuse-Stammzellen im Knochenmark vor Schäden. Bei Tieren, die normal gefüttert wurden, zeigten sich diese Effekte hingegen nicht.

Chemotherapie-Patienten sollen nicht auf eigene Faust handeln

Die Wissenschaftler um Chia-Wei Cheng und Gregor Adams sind aktuell bereits dabei, den Zusammenhang zwischen Fasten und dem Immunsystem auch am Menschen nachzuweisen.

Solange diese Studie nicht fertiggestellt ist, sollten Krebspatienten, die eine Chemotherapie erhalten, aber keinesfalls auf eigene Faust ihre Ernährung umstellen. Stattdessen raten die Forscher, vor extremen Änderungen im Speiseplan den behandelnden Arzt um Rat zu fragen.

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