Rohkost Drinks

Grüne Smoothies – Wahre Muntermacher aus dem Mixer

| Lesedauer: 6 Minuten

Frucht-Smoothies gibt es schon seit Jahren fertig zu kaufen - als gesünderes Trendgetränk gelten allerdings grüne Smoothies: Die häufigsten Fragen zur leckeren Gemüse-Mahlzeit aus dem Mixer.

Grüne Smoothies sind nach Bubble Tea und Matcha der neue Getränketrend Nummer eins. Das pürierte Grünzeug ist gesund, aber nicht unumstritten.

Wir geben Antworten auf die drängendsten Fragen von Inhaltsstoffen bis Zubereitung.

Was sind grüne Smoothies?

Bei einem grünen Smoothie handelt es sich um Rohkost zum Trinken.

Der Smoothie besteht aus püriertem Obst und Gemüse, wobei dem grünen Smoothie der in grünem (Blatt-)Gemüse vorhandene Farbstoff Chlorophyll seine Farbe verleiht.

Sind grüne Smoothies gesund, ungesund oder gar giftig?

Darüber gehen die Meinungen auseinander. Während das eine Lager den grünen Smoothie als Auslöser von Blähungen und Nierensteinen sieht, preisen andere ihn als überaus gesunde und preiswerte Mini-Mahlzeit, die ganz nebenbei mindestens zwei der empfohlenen drei bis fünf Gemüseportionen am Tag deckt.

Zu Letzteren gehört auch Lifeline-Ernährungsexperte Dr. Roger Eisen: "Grüne Smoothies sind sicherlich eines der gesündesten Dinge, die Sie Ihrem Körper zuführen können", schreibt der Mediziner auf Anfrage einer Lifeline-Nutzerin.

Auch der Annahme, das Zerkleinern im Mixer mache den gesundheitlichen Nutzen zunichte, erteilt der Ernährungsmediziner eine Absage: Das Pürieren übernehme zwar einen Teil der Arbeit, die sonst die Zähne machen müssten. Es blieben aber "alle wichtigen Mikronährstoffe voll erhalten", sagt der Experte.

Was steckt in einem grünen Smoothie?

Ein grüner Smoothie ist nichts anderes als zerkleinertes, rohes Gemüse. Dementsprechend stecken in ihm die selben Vitalstoffe - also Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie sekundäre Pflanzenstoffe, denen eine Wirkung gegen Krebs nachgewiesen werden konnte.

Daneben liefern grüne Smoothies eine Menge unverdaulicher Ballaststoffe, die eine gesunde Verdauung unterstützen und lange satt machen.

Dass er aus Rohkost besteht, macht einen grünen Smoothie noch gesünder. Das heißt, hitzeempfindliche oder wasserlösliche Vitamine gehen nicht wie beim Kochen zum Teil verloren, sondern bleiben in vollem Umfang im Getränk erhalten.

Kann ich mit grünen Smoothies abnehmen?

Im Rahmen einer kalorienreduzierten Diät können grüne Smoothies zum Beispiel einzelne Mahlzeiten ersetzen. Sie liefern viele sättigende Ballaststoffe, aber nur wenige Kalorien, denn Gemüse besteht zum Großteil aus Wasser.

Deshalb sind grüne Smoothies für die schlanke Linie weit besser als das Pendant aus püriertem Obst, wie Lifeline-Experte Eisen erklärt. Im Gegensatz zu Fruchtsmoothies habe die grüne Variante nur einen "vernachlässigbaren Zuckergehalt".

Gerade Spinat hat nach einer neuen Studie das Zeug dazu, den Abnehmprozess zu unterstützen - auch als Zutat in grünen Smoothies.

Was kommt in einen grünen Smoothie hinein?

Damit der Smoothie gerade für Einsteiger nicht allzu sehr nach Grünzeug schmeckt, können Sie ihn eins zu eins mit Obst zu mischen, zum Beispiel etwas Banane, einen Apfel, eine halbe Orange, einige Erdbeeren oder eine Kiwi hinzufügen.

Als Grundlage für grüne Smoothies eignen sich Feldsalat oder Spinat, weil sie vergleichsweise neutral schmecken. Abmildern können einen zu "grünen" Geschmack außerdem sogenannte Fruchtgemüse wie Tomaten, Gurken oder Paprika.

Daneben kann im Prinzip jedes grüne Blattgemüse als Zutat für grüne Smoothies dienen - zum Beispiel Blattsalate, Löwenzahn, Brennnesseln und Spitzwegerich, aber auch das Blattgrün von Karotten, Radieschen, Roter Bete und verschiedene Küchenkräuter. Außerdem eignen sich die jungen Blätter von Obstbäumen wie Kirsche, Birne, Apfel und vielen mehr.

Wer mag, kann Nüsse und Kerne oder etwas Lein- oder Walnussöl in den grünen Smoothie geben. Oder aber viel Wasser, denn die genaue Zusammensetzung richtet sich nach persönlichen Vorlieben und der Verfügbarkeit des Gemüses. Gut abgestimmte Rezepte finden Sie in der Bildergalerie unter dem Artikel.

Welches Gemüse darf nicht in einen grünen Smoothie?

Manche Gemüsesorten sind roh unbekömmlich oder sogar giftig. Dazu zählen zum Beispiel Auberginen, grüne Bohnen sowie die grünen Pflanzenteile von Tomate, Paprika und Kartoffel, die allesamt zu den Nachtschattengewächsen gehören.

Viel Oxalsäure enthalten spät geernteter Rhabarber, Sauerampfer, Spinat, Rote Beete, Petersilie und Sauerklee, aber auch Sternfrüchte (Karambolen). Die Säure kann die Bildung von Nierensteinen begünstigen.

Wie bereite ich einen grünen Smoothie zu?

Mit einem Standmixer oder Pürierstab werden die Gemüse und Blätter des grünen Smoothies zerkleinert. Dazu kommen zuerst die Früchte oder Fruchtgemüse, dann das Blattgemüse und obenauf - wenn nötig - etwas Wasser oder Crushed Ice ins Glas, damit der Smoothie nicht zu dickflüssig wird.

Wer die Bestandteile sehr fein und seinen Smoothie gleichmäßig und sämig haben möchte, sollte in einen Powermixer investieren. Er arbeitet mit rund 30.000 Umdrehungen pro Minute und bekommt auch Kerne und Schale des Gemüses klein.

Ist ein grüner Smoothie wirklich immer grün?

Nein. Stark färbende Zutaten wie Rote Beete, Erdbeeren oder Heidelbeeren führen dazu, dass die Farbe des Smoothies ins Braune oder sogar Rötliche tendiert. Das ist nicht weiter schlimm, denn rote und blaue Pflanzenfarbstoffe sind ebenfalls wertvolle Antioxidantien. Es kommt vielmehr darauf an, dass der Smoothie mindestens zur Hälfte aus Gemüse besteht - das macht ihn kalorienärmer.

Wie viele Smoothies darf ich pro Tag trinken?

Im Grunde gibt es keine Begrenzung, weil grüne Smoothies sehr gesund sind. Allerdings reichen neben der festen Nahrung einer oder zwei davon aus. Pro Kopf werden etwa 200 Gramm Rohkost gerechnet. Süßliche Smoothies mit mehr Obst sollten eher morgens ins Glas kommen, gegen Abend dann die gemüselastigen.

Wo finde ich Grüne-Smoothie-Rezepte?

Rezepte für gesunde, grüne Smoothies finden Sie zum Beispiel im GU-Ratgeber "Grüne Smoothies" - unsere Bildergalerie zeigt einen Auszug aus dem Buch. Wenn Sie ein Lieblingsrezept für grüne Smoothies haben, teilen Sie es uns gern im Kommentarfeld unten mit!

Mehr Informationen zu Fitness, Sport und Ernährung bietet das Gesundheitsportal Lifeline. Quelle: lifeline.de.