Ratgeber

Warum ist mein Kind im Umgang mit anderen so unsicher?

Beim Elterngespräch in der Kita unserer Tochter Julia (4) wurden wir von den Erzieherinnen erneut auf ein leidiges Thema angesprochen. Julia sei verstärkt unsicher in ihrem Kontakt mit den anderen Kindern und wolle oft schon mittags nach Hause. Uns erzählt sie, Angst zu haben, dass die anderen Kinder nicht mit ihr spielen wollten. Wir wissen aber, dass das gar nicht stimmt und unterstützen sie, indem wir ihr immer wieder sagen, dass es keinen Grund gibt, Angst zu haben. Mein Mann hat beruflich bedingt unheimlich viele Kontakte und ist dabei sehr erfolgreich, so dass wir auch nicht verstehen, wo das herkommt! Charlotte P., per E-Mail

Na ja, vielleicht sind Julia genau diese vielen Kontakte "unheimlich"- beim Aufbau des sozialen Umfelds geht es schließlich nicht um Quantität. Eine besonders große Qualität im Miteinander ist es, wenn Kinder schon früh erfahren, dass ihre Gefühle, wie immer sie beschaffen sind, erst einmal so da sein dürfen, wie sie sind! Ich höre diesen wohlmeinenden Satz "Du brauchst keine Angst zu haben" natürlich oft von Eltern und das Motiv der Entlastung ist zunächst verständlich. Leider kann das Kind es aber auch so auffassen, dass es nicht in Ordnung ist, Angst zu haben, was die vielleicht noch unbestimmte Angst unbeabsichtigt eher verstärkt. Besonders im Alter von 4 Jahren geht es darum, sich vom engen Beziehungsbild in der Familie (zu Vater und Mutter) aufzumachen in die "große Welt" des Fremden. Das Vorbild der Eltern muss dabei nicht automatisch in einer Übernahme der Fähigkeiten und Kompetenzen münden. Es kann durchaus sein, dass Julia gerade durch das Bild des glanzvollen Vaters eher gehemmt und ihr Selbstvertrauen durch dessen Stärke gebremst wird. So könnten Sie dann doch verstehen, "wo das herkommt" und Julia unterstützen, indem sie sie in ihrer Wahrnehmung zunächst einfach bestätigen. Für manche Kinder ist es eben schwer, neben so einem kompetenten Erwachsenen den eigenen Weg zu finden. "Ja, Du hast Angst, und ich weiß auch vom Papa, wie schwer es ihm manchmal fällt, jeden Tag mit so vielen Menschen klarzukommen". Wenn das so stimmen würde (und nur dann!), wäre dies eine alternative psychologische Figur für die Gestaltung Ihrer Beziehung zu Julia mit ihren momentanen Schwierigkeiten

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