Ratgeber

Unsere Tochter kratzt sich selbst die Arme blutig

Wir wurden von der Lehrerin unserer Tochter Marie (9) angesprochen, weil sie durch ständiges Kratzen an den Armen auffällt. Wir hatten zunächst den Verdacht auf eine Neurodermitis, aber Kinder- und Hautarzt haben dies nicht bestätigen können. Deren Rat, mit Pflegemitteln den Juckreiz zu lindern, ist offensichtlich nicht ausreichend. An manchen Stellen kommt es sogar manchmal zu kleinen Blutungen. Dazu kommt noch, dass Marie sich mit ihren jüngeren Geschwistern gar nicht gut verträgt und auch in der Schule oft Streit hat und wegen des Kratzens gehänselt wird.Christine P. aus Charlottenburg

Zunächst finde ich gut, dass die Lehrerin Interesse an Marie und ihren Problemen zeigt. Ich hoffe, Sie empfinden dies nicht als Kritik, wie ich es häufig erlebe. Auch Marie selbst sollte erklärt werden, dass die Erwachsenen ihr Problem nicht als Fehler verstehen, sondern als Ausdruck innerer Anspannung und emotionaler Unsicherheiten. Davon kann man ausgehen, wenn die Ärzte keine körperliche Ursache finden. Dies ist die zweite gute Voraussetzung dafür, Marie an der richtigen Stelle zu helfen. Häufig versteckt sich hinter solchen Verhaltensweisen ein erschwerter Umgang mit (an sich gesunden) Aggressionen. Auf diese Idee bringt mich auch ihre Beschreibung der Probleme mit den Geschwistern. Konnte Marie ihren Protest, nicht mehr "die Einzige" zu sein, ausreichend ausdrücken? Darf sie ihre Privilegien als "Älteste" (die es hoffentlich gibt) ohne Scheu genießen? Und ist sie in der Schule in der Lage, sich durchzusetzen und auch in Konkurrenzsituationen zu bewähren? Wird sie ermuntert, ihre Interessen angemessen zu vertreten? Immer dann, wenn Kinder dazu angeleitet werden, ihre aggressiven Seiten in angemessener Form und ohne Schaden für andere nach außen auszuleben, wird ein Verhalten, das sich nach innen und/oder gegen den eigenen Körper richtet und Schaden verursacht, überflüssig.

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