Pilgern

Zu Fuß nach Spanien

Annik Gilles pilgert seit Jahren. Jetzt macht sie sich auf den Weg nach Santiago di Compostela. Von Berlin aus sind das 3600 Kilometer

Annik Gilles mit Rucksack vor dem Brandenburger Tor. Am 8. Juli startet sie auf ihre Pilgerreise

Annik Gilles mit Rucksack vor dem Brandenburger Tor. Am 8. Juli startet sie auf ihre Pilgerreise

Foto: Jörg Krauthöfer

Wer für fünf Monate verreist, dabei mit größter Sommerhitze und plötzlichem Wintereinbruch rechnen muss, der kommt um den Schrankkoffer wohl nicht herum. Annik Gilles schon. Sie hat auch keine andere Wahl, schließlich muss sie ihr Gepäck auf dem Rücken tragen. Über 3600 Kilometer. Etwa 25 Kilometer am Tag. Etwa fünf Monate lang. Sie pilgert zu Fuß von Berlin nach Santiago de Compostela. Am 8. Juli soll es losgehen.

Annik Gilles pilgert – so, wie es die Menschen schon im Mittelalter gemacht haben, der Hochzeit des Pilgerns. Und sie startet wie die damaligen Pilger direkt vor der eigenen Haustür. Die liegt bei Annik Gilles in Friedrichshain, in der Gürtelstraße. Es ist nicht die erste Pilgerreise der 45-Jährigen. Seit zehn Jahren macht sie sich fast jedes Jahr auf den Weg. Angefangen hat es mit dem Klassiker, dem etwa 800 Kilometer langen Camino Francés, dem Jakobsweg, der durch Nordspanien bis Santiago de Compostela führt. Sie wird ihn in diesem Jahr zum vierten Mal gehen.

Unterwegs war sie aber auch schon auf vielen Pilgerwanderwegen in Deutschland, zum Beispiel auf dem Hildegard-von-Bingen-Weg in Rheinland-Pfalz oder auf der Via Baltica von Swinemünde nach Bremen. Ein ganzer Ordner mit Pilgerausweisen und Urkunden ist inzwischen zusammengekommen. Ihre längste Pilgerwanderung waren bisher 1100 Kilometer, nun wird sie mehr als dreimal so lang unterwegs sein.

Luftlinie von Berlin nach Santiago de Compostela sind es zwar „nur“ 2500 Kilometer, aber Annik Gilles nimmt nicht den direkten Weg. Ihre Reise führt von Berlin nach Leipzig, über Hof und Nürnberg und dann einmal quer rüber zum Bodensee, durch die Schweiz und Frankreich schließlich nach Spanien. „Es geht ja hier nicht ums Ankommen“, sagt sie, „sondern der Weg ist das Ziel.“ Die Weisheit klingt vielleicht etwas abgedroschen, aber beim Pilgern trifft sie den Kern. Pilgern ist das Gegenteil von Stillstand, mit jedem Schritt tut sich etwas, bewegt sich etwas, also in erster Linie der Pilger selbst.

Eine Pilgerurkunde ist gern gesehen

Pilgern liegt im Trend. Machten sich 1990 gerade mal 5000 Menschen nach Santiago de Compostela auf, waren es nach Angaben des dortigen Pilgerbüros im vergangenen Jahr 301.000 Pilger. Die Zahlen der ersten Monate dieses Jahres sprechen für einen weiteren Anstieg. Schon im Jahr 830 wurde die kleine nordspanische Stadt zum Wallfahrtsort erklärt, als man in einem Grab Gebeine fand, die dem Apostel Jakobus zugeschrieben wurden. Daher auch der Name Jakobsweg.

Die Menschen kommen heute aus der ganzen Welt an diesen Hotspot der Pilger. Und sie werden immer jünger. Knapp 30 Prozent sind heute jünger als 30 Jahre, die Hälfte zwischen 30 und 60 Jahren. Am häufigsten trifft man Spanier, dahinter mit einigem Abstand Deutsche und Italiener, sie tauschen auf den Plätzen zwei und drei im Nationalitätenranking immer mal wieder die Plätze.

Dass vor allem Spanier hier unterwegs sind, wundert nicht, immerhin liegt der Pilgerweg im eigenen Land. Aber das ist nicht der einzige Grund, wie Annik Gilles herausgefunden hat: „Mir haben Pilger erzählt, dass es sich in Spanien in einer Bewerbung gut macht, wenn man eine Pilgerurkunde aus Compostela beifügen kann.“ Arbeitgeber sehen dahinter Durchhaltewillen und Zielorientierung. In Deutschland würde sie allerdings nicht auf die Idee kommen, das Pilgern in einem Vorstellungsgespräch zu erwähnen. „Ich glaube, das käme hier nicht so gut an.“ Es würde hier eher nach langem Urlaub und Selbstfindungstrip klingen.

Auf der Suche

Mit Selbstfindung hat das Pilgern ja auch tatsächlich zu tun. „Auf jeden Fall ist jeder irgendwie auf der Suche nach sich“, so Annik Gilles‘ Erfahrung. Man habe viel Zeit, über sich nachzudenken, weil man beim Pilgern ja zwangsläufig auf Abstand zu seinem gewohnten Leben gehe. Oft stehen die Menschen an einem Wendepunkt. Sie wollen eine berufliche Entscheidung treffen oder etwas in ihrem Beziehungsleben verändern und suchen nach einer Lösung. Annik Gilles geht es da nicht anders.

Annik Gilles ist Finanzierungsberaterin und will sich beruflich verändern. Es ist nicht das erste Mal, dass sie beim Pilgern einen Neuanfang beschlossen hat. Auch, als die gelernte Bankkauffrau 2013 den Schritt in die Selbstständigkeit beschlossen hatte, machte sie erst einmal eine Pilgerreise. Diesmal geht sie aber noch einen Schritt weiter: „Ich gebe auch meine Wohnung in Berlin auf, für mich ist offen, wie es nach den fünf Monaten weitergeht.“ Angst vor diesem großen Schritt spürt sie nicht: „Nein, es ist vor allem Vorfreude.“ Aber klar, aufgeregt sei sie schon.

Es muss aber beim Pilgern nicht immer die ganz große Wende im Leben kommen. Viele Menschen wollen einfach der Hektik, dem Stress des Alltags entfliehen und einen neuen, ruhigeren Rhythmus in ihrem Leben finden. Manche haben vielleicht auch eine schwere Krankheit oder eine andere schwierige Phase überwunden und empfinden das Wandern nun als Ausdruck von Dankbarkeit und neuer Freiheit. Für manche ist das Pilgern über Hunderte Kilometer eine sportliche Herausforderung. Und klar, immer noch hinterlässt Hape Kerkeling seine Spuren. „Es gibt immer noch viele Fans, die die Reise genauso machen wollen wie im Buch ,Ich bin dann mal weg‘“, weiß Annik Gilles.

Körper und Geist reinigen

Einer der ersten Pilger der Geschichte war Abraham, der sich mit seiner Frau Sarah und seiner Familie auf den Weg machte, weil Gott es ihm so befohlen hatte. Ein wahrer Pilgerboom setzte dann im Mittelalter ein. Ein Fernziel war damals schon Santiago de Compostela, aber auch nach Rom und Jerusalem zog es die Menschen. Im Spätmittelalter wurden Pilgerreisen sogar als Strafe verhängt. Eine Wandertour nach Compostela konnte vor einer Todesstrafe bewahren.

Der ursprüngliche Grund des Pilgerns, die göttliche Nähe zu spüren, vielleicht auch, sich von Sünden zu befreien, spielt heute immer weniger eine Rolle. Etwa 40 Prozent der Pilger geben in Umfragen zwar immer noch an, sich aus religiösen Gründen auf den Weg zu machen. Aber bei vielen durchmischt sich die Suche nach Gott auch mit der Sehnsucht nach neuen Erkenntnissen, Werten, die nicht unbedingt etwas mit Gott zu tun haben müssen. Wie beim Fasten versuchen viele Pilger, Körper und Geist zu reinigen.

Von allen Jakobswegen ist der Camino Francés heute der beliebteste. Besonders im Sommer kann es hier richtig voll werden. Im vergangenen Jahr waren hier 181.000 Menschen unterwegs, die meisten im August. Angesichts des Massenpilgertourismus Richtung Compostela kann es da schon mal schwerfallen, Ruhe und die innere Mitte zu finden. Annik Gilles ist daher froh, dass sie wohl erst Ende Oktober/Anfang November am Startpunkt St. Jean Pied de Port nahe der französisch-spanischen Grenze ankommt. Dann also, wenn der große Ansturm längst vorbei ist und die meisten Pilger wieder zu Hause sind. „Es ist wirklich befremdlich, wie das da heute teilweise abläuft“, sagt sie. Viele Pilger würden sich weite Stücke fahren lassen und nur die letzten Kilometer einer Etappe gehen, das Gepäck würde per Auto angeliefert. So könnten sie sich in den Schlafsälen schon mal die besten Plätze sichern und mit ihren Rollkoffern vollstellen.

Man trifft Menschen aus aller Welt

Aber egal wie und auf welchem Weg die Pilger die Strecke absolvieren: Am Schluss gibt es für alle, die tatsächlich in Santiago de Compostela ankommen und anhand der Stempel im Pilgerausweis nachweisen können, dass sie die letzten 100 Kilometer zu Fuß beziehungsweise die letzten 200 Kilometer auf dem Fahrrad gekommen sind, eine Urkunde. Im dortigen Pilgerbüro liegen zwei Ausführungen: die Compostela für religiös oder spirituell motivierte Pilger und die Compostela simplex für sportlich oder kulturell motivierte Pilger. Annik Gilles hat schon beide Urkunden in ihrem Ordner, „auch wenn ich bei der religiösen Motivation vielleicht ein bisschen geschummelt habe“, verrät sie.

Die Urkunden sind für sie nur nettes Beiwerk, keine Trophäen. „Wichtiger sind mir beim Pilgern die Begegnungen mit Menschen aus aller Welt, die alle ein gemeinsames Ziel haben und doch so unterschiedlich sind.“ Und sie mag es, wenn das Leben mal so ganz anders abläuft als in ihrem jetzigen Berliner Alltag. Aus ihrer Sicht klärt sich ganz viel im Kopf, „wenn man die kleinen Dinge am Wegesrand wahrnimmt, wenn man sich auf die Langsamkeit, auch mal auf das Unbequeme, auf Überraschungen einlässt“.

Mehr als drei Tage im Voraus ließen sich ohnehin nicht planen, so die Erfahrung der Pilgerin. Hier in Berlin könnte sie sich auf so viel Spontaneität wohl nicht einlassen, als Beraterin und früher als Bankkauffrau waren Termine und Tagesabläufe meist klar vorgegeben. Das lässt Annik Gilles nun gern hinter sich. Und freut sich auf die für sie schönsten Augenblicke des Tages: die am frühen Morgen, wenn sie noch in der Dunkelheit loswandert. „Es ist wunderschön zu erleben, wie der Tag allmählich erwacht, die Vögel anfangen zu singen und am Horizont irgendwann ein Silberstreif zu sehen ist“, schwärmt sie.

Überfüllte Schlafsäle und andere Tücken

Aber natürlich bringe das Pilgern auch seine Herausforderungen mit sich. Tagelangen Regen und durchnässte Kleidung. Nächte in überfüllten Schlafsälen mit zig wildfremden Menschen bei geschlossenem Fenster, die selbst mit Ohropax schlaflos bleiben. Und die Füße. Annik Gilles hat Schuhgröße 42,5. Da ist das Angebot für Damenschuhe begrenzt. Viel hat sie schon ausprobiert. Bei der letzten Wanderung hat sich die Innensohle im Schuh verknickt, so etwas hofft sie nun auf ihrer 3600-Kilometer-Tour nicht zu erleben: „Ich kann doch nicht wegen kaputter Füße aufgeben!“

Aber in ihre Wanderschuhe hofft sie auch erst am Bodensee zu schlüpfen. Sie hat sie zusammen mit einigen Pilgerwanderführern vorgeschickt nach Konstanz. Dort wohnen Freunde, bei denen sie sich schon mal für eine Übernachtung angemeldet hat. Bis dahin will sie mit Trekking-Sandalen und Barfußschuhen auskommen. Das, was sich im Vorfeld planen lässt, das plant Annik Gilles auch. Schon vor Wochen hat sie angefangen, Lauflisten zu machen, auf denen steht, was sie alles vor ihrem Start zu erledigen hat. Das meiste hat sie inzwischen schon abgestrichen: Ummeldung auf die Wohnung ihres Ex-Freundes, Friseurtermin, Pilgerausweis ordern.

Die Finanzierung ihres Abenteuers hat sie als Bankkauffrau natürlich auch längst kalkuliert. Über die vergangenen Jahre hat sie viel gespart, sie hofft, dass das für die nächsten fünf Monate reicht. Der Pilgerausweis bietet ihr günstige Übernachtungsmöglichkeiten, zum Beispiel in Kirchengemeinden, und das Pilgerleben sei ohnehin schlicht. Beim Pilgern habe man gar nicht das Bedürfnis nach Komfort, so die Erfahrung von Annik Gilles von früheren Reisen.

Sich mit Händen und Füßen verständigen

Wichtig ist ihr nur, dass der Rucksack nicht zu schwer wird. Die Packliste ist daher überschaubar: zwei Wanderhosen, drei T-Shirts, ein Pulli, eine Regenjacke, ein Poncho, zwei Paar Socken, Unterwäsche, Halstuch, Mikrofaserhandtuch, Schlafsack, Iso-Sitzkissen, Bettwanzenschutz, Kulturbeutel, Tupperbox, Block und Stift, Taschenmesser, Zeckenkarte, Ohropax, ein paar Schmerztabletten, Pilgerausweis und Pilgermuschel, das Erkennungszeichen der Pilger. Und ja, das Smartphone inklusive Powerbank zum Aufladen. Die Verbindung zur Außenwelt muss schon sein. Zumal sie auch jeden Tag ihre sozialen Kanäle mit Berichten vom Tag bestücken will. Annik Gilles hofft auch darauf, mit ihren Pilgerberichten vielleicht Geld verdienen zu können. Wer weiß, vielleicht ergibt sich darüber sogar eine neue berufliche Perspektive.

Was allerdings bei ihr nicht zur Vorbereitung gehört, ist ein Fitnessprogramm. „Beim Joggen bekomme ich keine 500 Meter hin“, sagt sie lachend. Aber das war bei ihren früheren Touren nicht anders. „Die Fitness entwickelt sich von Tag zu Tag“, so ihre Erfahrung, „ich darf nur nicht am Anfang zu schnell und zu viel laufen“. Pausen über mehrere Tage will sie nicht einlegen, „nur, wenn ich wirklich krank werden sollte oder mal meine Sachen total nass sind“.

Angst, allein zu reisen, hat sie nicht. Höchstens mal wegen der Verständigung. „Französisch und Spanisch kann ich eigentlich nicht, mal abgesehen von Bonjour und Gracias.“ Doch bisher habe es auch immer mit Händen und Füßen geklappt. Und allein wird sie ja auf den Hauptwegen ohnehin niemals sein. Bisher sei sie auf ihren Pilgerreisen noch nie in eine bedrohliche Situation geraten. Selbst auf der Strecke von Swinemünde nach Bremen, „als ich keinem einzigen anderen Pilger begegnet bin“, sei ihr nie etwas passiert. Ein mulmiges Gefühl hat sie schon mal, wenn sie bis in die Dunkelheit hinein unterwegs ist, aber das könne man in Berlin ja auch haben.

Das Pilgern begleitet Annik Gilles nun schon seit zehn Jahren. Darauf gebracht haben sie ihre Eltern. „Meine Mutter war immer fasziniert davon, nach Santiago de Compostela hat sie es aber nie geschafft.“ Als beide Eltern starben, begab sie sich dann selbst auf den Weg: „Ich wollte wissen, was meine Mutter so fasziniert.“ Und sie ließ sich offenbar anstecken. Dass das Reisen aber mal zu ihrer Passion wird, vor allem das Pilgern, das hätte wohl niemand gedacht. „Als Kind war ich mit meinen Eltern Jahr für Jahr im selben Hotel auf Mallorca, da war alles vertraut.“

Über ihre Reisen schreibt sie in einem Blog

Doch irgendwann wollte Annik Gilles mehr sehen als ihre rheinische Heimat, aus der sie sich bis heute den Singsang in ihrer Stimme und den Frohsinn bewahrt hat. 1991 zog sie nach Berlin, bald darauf entdeckte sie das Reisen für sich. Heute gehört es fest zu ihrem Leben. „Urlaub war mir immer zu kurz“, sagt sie. Da kam ihr die berufliche Selbstständigkeit entgegen, die es ihr ermöglichte, im Winter einige Wochen am Stück wegzufahren. Am liebsten im Van, „Roadtrips sind meine zweite Leidenschaft“. In Australien, in Asien, quer durch Europa war sie schon unterwegs und hat über ihre Reisen ausführlich in ihrem Blog „missesbackpack.de“ geschrieben.

So lange wie jetzt war sie aber noch nie unterwegs. Der Zeitpunkt sei gut: „Ich bin gerade ungebunden und habe keine Kinder“. Der Gedanke, von Berlin nach Compostela zu pilgern, kam ihr im vergangenen Dezember, in einem Urlaub in Thailand. „Erst war es nur so eine Idee, aber die ließ mich nicht los und irgendwann fing ich an, richtig zu planen.“

Wenn Annik Gilles am 19. Dezember wieder in Berlin landet, ist das vielleicht auch nur ein Zwischenstopp. Falls das Geld noch reicht und sie noch nicht reisemüde ist, will sie einige Tage später wieder wegfliegen. Wohin, das lässt sie sich noch offen. Aber es wird dann wohl keine Fußreise werden. Aber wer weiß, ob es dabei bleibt. Das wird sich in den kommenden Wochen zeigen, auf ihren 3600 Kilometern. Dafür ist das Pilgern ja da: dass es neue Wege im Leben öffnet.

Erste Station: das Brandenburger Tor

„Jetzt freue ich mich erst einmal, dass es endlich losgeht“, sagt Annik Gilles. Am 8. Juli, morgens. Egal, ob die Sonne knallt oder es in Strömen regnet. Von Friedrichshain wird sie zum Brandenburger Tor laufen, dann weiter durch den Park am Gleisdreieck und das Südgelände nach Lichterfelde. „Entweder übernachte ich dort bei einer Freundin oder es geht noch weiter bis Teltow“, sagt sie. Eine Herberge in Berlin wird sie sich nicht suchen, das sei merkwürdig in der eigenen Stadt. Aber der Gedanke, Berlin zu Fuß zu durchlaufen und zu verlassen, der fühle sich gut an.

Und da gibt es noch eine Vorstellung, die sie zum Lachen bringt. Vielleicht, sagt sie, begegne sie in Trekkingsandalen und mit Rucksack nächsten Sonntag einem Freund im Kiez, der nichts von ihren Plänen wisse. Dann könnte sich folgende Unterhaltung ergeben: „Ah, du verreist. Wo geht’s hin?“ – „Nach Santiago de Compostela.“ – „Dann wünsche ich einen guten Flug.“ – „Nee, ich geh zu Fuß.“ Annik Gilles lacht und sagt: „Das Gesicht von ihm würde ich dann zu gern sehen.“

Mehr über Annik Gilles: www.missesbackpack.de.
Über ihre Pilgerreise von Berlin nach Santiago de Compostela wird sie auf facebook.com/missesbackpack und auf instagram.com/missesbackpack berichten.

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