Marotten

Ist da was oder spinne ich?

Der eine sucht nach Monstern, der andere geht nur an geraden Tagen in den Supermarkt. Wir alle haben Spleens. Wieviel verrückt ist normal?

Es gibt Erwachsene, die suchen immer noch jeden Abend nach Monstern unterm Bett. Ein Tick, der gar nicht so selten ist

Es gibt Erwachsene, die suchen immer noch jeden Abend nach Monstern unterm Bett. Ein Tick, der gar nicht so selten ist

Foto: Syldavia / Getty Images/iStockphoto

„Du bist ja verrückt!“ Es gibt Menschen, die auf solche Kommentare beleidigt reagieren. Ich gehöre nicht zu ihnen. Wie jeder andere durchschnittlich bekloppte Berliner habe ich eine ganze Reihe von Spleens. Und ich stehe dazu.

Ich gehe zum Beispiel nicht gern einkaufen. Ich habe panische Angst, im Supermarkt Nachbarn oder Freunde zu treffen. Ich weiß nicht warum, aber ich suche jedesmal fluchtartig das Weite, sobald ich in der Ferne ein bekanntes Gesicht erspähe. Man findet mich in der Regel an Kasse vier. Dort geht es schneller, bilde ich mir ein. Und schnell muss es gehen, denn für Einkäufe unter der Woche nehme ich grundsätzlich keinen Wagen. Die paar Joghurts schaffe ich mit links.

Gut, aus „den paar Joghurts“ wird jedes Mal ein halber Einkaufswagen, verteilt auf zwei Arme. Und dass es an Kasse vier schneller geht als an Kasse drei, zwei oder eins, ist natürlich auch reine Einbildung. Aber egal. Beim Warten bleibt genug Zeit, um die Einkäufe der anderen auf Kalorienbomben zu scannen. Auch so eine Marotte von mir. Und als ich neulich an der Kasse stand und versuchte, so unauffällig wie möglich mit Joghurtbechern und Bananen zu jonglieren, fiel mein Blick auf eine Frauenzeitschrift. Genau genommen war es eine Frage auf dem Cover, die mir ins Auge sprang: „Wieviel verrückt ist noch normal?“

Ich fühlte mich irgendwie ertappt. Denn mit Spleens ist es wie mit Fußpilz, Hämorrhoiden, Krampfadern oder anderen Volksleiden, die man nicht auf den ersten Blick sieht. Jeder hat welche, aber kaum einer redet darüber. Und wenn doch, dann nur über solche Spleens, die so verrückt sind, dass man sie schon wieder mit Würde tragen kann, weil sie einen schmücken wie ein ultra-cooles Accessoire.

Ein bisschen crazy ist nicht schlimm – oder?

Ich zum Beispiel mache kein Geheimnis daraus, dass ich beim Schreiben meiner Texte jeden Satz leise mitspreche, so, als würde ich ein Lied singen und mich insgeheim vergewissern, dass die Melodie für andere genauso klingt wie in meinem Kopf. Ein bisschen crazy, aber ein bisschen crazy ist nicht schlimm. Es hebt dich aus der Masse hervor. Es macht dich unverwechselbar. Und wollen wir das nicht alle sein: einzigartig?

Seit einigen Jahren aber redet man über Macken. Erst waren es nur die People-Magazine, die die Gerüchteküche mit Geschichten über die Marotten der Stars befeuerten. Elton John, so erfuhr man, könne auf Tourneen nur ruhig schlafen, wenn seine Brillen in einem separaten Zimmer übernachten, auf 16 Grad Celsius runtergekühlt. Hollywood-Schauspieler Brad Pitt reise grundsätzlich mit eigener Klobrille im Gepäck. Und Justin Timberlake wechsele mindestens sechsmal am Tag die Unterhose.

Ob das tatsächlich stimmt oder nicht, ist egal. Das Publikum liebt solche Stories aus der Welt der Reichen und Schönen. Zeigen sie doch, dass Stars auch nur Menschen sind. Und lenken sie doch wunderbar von den eigenen Schrullen ab.

Ein-Mann-Ältestenrat für Spleens

Dabei sind die nicht minder gewöhnungsbedürftig. Fragen Sie Schlecky Silberstein. Er arbeitet als Gag-Autor für TV-Shows wie „Halligalli“ oder „neo-magazin“. Er lebt mit seiner Frau und dem zweijährigen Sohn in Prenzlauer Berg, aber man erreicht ihn in Köln, wo er gerade Gags für die „heute-show“ schnitzt. Fotos zeigen einen Sunnyboy, der auch Werbung für kohlensäurearmes Mineralwasser machen könnte, so stromlinienförmig sieht er aus. Doch der erste Eindruck täuscht. Obwohl erst 34 Jahre alt, ist er so etwas wie der Ein-Mann-Ältestenrat für Spleens. Schlecky Silberstein besitzt das größte – und wohl auch einzige – Macken-Archiv der Welt. 7000 Einzelmacken werden es wohl sein, schätzt er. Von A wie Alarmanlagen-Angst im Supermarkt bis Z wie zwanghaftes Nichtdraufsetzen auf Toilettenbrillen in öffentlichen WC‘s.

Macken sind wie ein Virus. Sie verbreiten sich überall. Nicht einmal im Bett ist man vor ihnen sicher. Die Knöpfe der Bettwäsche müssen immer am Fußende liegen, sonst können viele Menschen nicht einschlafen. „Das ist ja das Schöne an Spleens“, sagt Schlecky Silberstein. „Es gibt kaum einen Aspekt des Lebens, aus dem man keinen Spleen machen kann.“

Eine repräsentative Auswahl findet man auf dem Blog „Spleen24“. Seit sechs Jahren schon sammelt der Autor dort das, was ihm Menschen anvertraut haben – anonym, sonst hätte das Projekt nicht funktioniert, sagt er.

Loriot besaß ein feines Gespür für Marotten

Willkommen im Land der Bescheuerten und Bekloppten, denkt man, wenn man sich durch dieses Archiv scrollt. Man begegnet Menschen, die mit Anlauf ins Bett hüpfen, damit das Monster unter ihrem Bett nicht nach ihren Knöcheln schnappen kann. Menschen, die sich am Urlaubsende von ihrer Umgebung verabschieden. „Tschüss Strandbar. Tschüss, Meer. Tschüss, Zimmer.“ Menschen, die alle paar Minuten kontrollieren müssen, wer bei Facebook unterwegs ist, um sich über Menschen aufregen zu können, die nichts anderes zu tun haben, als bei Facebook unterwegs zu sein.

Es ist ein Déjà-vu-Erlebnis. Wer in den 1970er-Jahren groß geworden ist, kennt ähnliche Macken schon von den Figuren aus den Cartoons und Sketchen von Loriot. Man denkt an Opa Hoppenstedt, der auch am Heiligabend darauf besteht, seine Marschmusik zu hören. An die Familie, die den Einzug des neuen Klaviers auf Video filmen will, die Szene aber so oft wiederholen muss, dass die anfängliche Euphorie in Verzweiflung umschlägt. „Ein Klavier, ein Klavier!“ Oder an den Rentner, der seiner Frau nicht vermitteln kann, dass er es genießt, zur Abwechslung nichts zu tun: „Ich will doch nur in Ruhe hier sitzen!“

Vicco von Bülow alias Loriot besaß ein feines Gespür für die Marotten seiner Mitmenschen. Er verdichtete ihre merkwürdigen Angewohnheiten in seinen Figuren. Die waren Karikaturen des Spießbürgers. Überängstlich. Überangepasst. Unfähig, ihre Gefühle zu kommunizieren. Und besessen von dem Zwang, alles kontrollieren zu müssen.

Das Spleen-Archiv ist eine Fundgrube für Anthropologen

Viele der Loriotschen Macken findet man in Silbersteins Archiv wieder. Der Blog, er ist mehr als „ein Haufen von Normabweichungen in besorgniserregender Dichte“, wie Silberstein selber sagt. Es ist ein kollektives Marottengedächtnis, wenn man so will. Eine Fundgrube für Anthropologen, die unbedingt ins Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen gehört.

Die Arbeit an diesem Archiv habe kathartische Wirkung, räumt Schlecky Silberstein ein. Denn entweder finde man sich selber in Spleens wieder. Dann könne man den „Ich-auch-Button“ drücken, den er für die Nutzer installiert hat. Oder man stelle fest: „Es gibt immer jemanden, der noch bekloppter ist als ich.“

Im richtigen Leben heißt Schlecky Silberstein Christian Brandes. Das Pseudonym benutzt er nicht nur, weil man es beim Googeln schneller findet. Es schützt ihn auch. Er kann sich mit seinen eigenen Spleens dahinter verstecken. Aus denen macht er kein Geheimnis.

Da ist zum Beispiel die Angewohnheit, sich die Nasenhaare auszurupfen. Ein klarer Fall von Autokannibalismus, sagt Silberstein. Und er formuliert das so, wie man das von einem Gag-Autoren erwartet: immer schön pointiert.

Keiner ist allein

Er hat noch andere Spleens. Es kann passieren, dass Herr Silberstein plötzlich mit dem Smartphone auf der Toilette verschwindet und erst Stunden später wiederkommt. Ein Drückeberger? Nein, im Gegenteil. Er müsse so lange Emails auf dem Smartphone lesen, bis er hundertprozentig sicher sein könne, dass niemand mehr auf dem Klo ist außer ihm, sagt er. Der Mann weiß eben, wo seine Schamgrenze verläuft.

Vor einem Jahr ist ein „Best of“ seines Blogs auch als Buch erschienen: „Ich kann keine Wurstzipfel essen. Und 999 weitere seltsame Angewohnheiten.“ Seither hat es der Autor schwarz auf weiß: Den Gang zum Therapeuten kann er sich sparen. Schließlich ist er mit seinen Macken nicht allein.

Hinter jeder Macke steht eine Zahl. Sie verrät, wie viele Besucher des Archivs sie teilen. Der kleinste gemeinsame Nenner nährt die Hoffnung, dass die Bekloppten vielleicht doch nicht ganz so bekloppt sind, wie man es nach der vollständigen Lektüre des Buches erwarten könnte.

„Beim Einkaufen greife ich nie nach der ersten Verpackung im Regal. Es muss mindestens die zweite sein. Ich mag den Gedanken nicht, dass jemand anderes bereits an meinem Duschgel gerochen hat.“ Eine typische Hipster-Macke? Glaubt man Silberstein, bilden die Top 20 durchaus einen repräsentativen Querschnitt durch die Bevölkerung. Schließlich habe er das Buch in verschiedenen TV-Sendungen beworben: „Nach meinem Auftritt in den Morgenmagazinen stiegen die Haushaltsspleens an, nach einem Besuch bei Stefan Raab waren es die Internet-Spleens.“

Gegengewicht zum Selbstoptimierungswahn

Insgeheim hatte er gehofft, er würde seine eigenen Spleens durch die Arbeit an dem Archiv loswerden. Dieses Kalkül ging nicht auf. Er sagt: „Ich habe stattdessen fünfzig neue Spleens bekommen.“ Schuld daran waren die Leser seines Blogs. Sie schickten ihm immer neue abgedrehte Spleens. Und mit einigen hat er sich infiziert. Zum Beispiel mit der Angewohnheit, an Hundeohren zu schnüffeln. Er sagt: „Normalerweise stinken Hunde ja. Aber an den Ohren riechen die richtig gut. So würzig-aromatisch.“

Und vielleicht erklärt das auch, warum er den Blog „spleen24“ weiterhin betreibt und fortlaufend aktualisiert. Er sagt, so ein Macken-Archiv sei doch ein schönes Gegengewicht zu dem Selbstoptimierungswahn in sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram, wo sich Menschen von ihren Schokoladenseiten darstellen: „Mein Bungalow. Mein Bugabooo. Meine Bikinifigur.“

Ganz so selbstlos ist sein Einsatz an der Macken-Front jedoch nicht. Für einen Comedy-Autor sind Macken eine Quelle der Inspiration. Silberstein wähnt sich dabei in bester Gesellschaft. Humor war schon immer das beste Rezept, um Schwächen zu kompensieren. Ob Woody Allen oder Loriot, ob Rowan Atkinson („Mr. Bean“) oder Bastian Pastewka, sie alle sind - oder waren - auch im richtigen Leben liebenswert verschroben. Schlecky Silberstein alias Christian Brandes formuliert es so: „Ich komme aus Bremen. Wir Bremer sind unglaublich hässlich. Und was machen hässliche Menschen, um sich zu profilieren? Richtig, sie flüchten sich in den Humor.“

Marotten sind das eine, krankhafte Zwänge etwas ganz anderes

Doch wann ist eine Macke noch eine Macke, und wann sollte man einen Therapeuten aufsuchen? Die Frage hat jetzt die Ratgeber-Literatur erreicht. Nach der Vox-Moderatorin Hanka Rackwitz („Ich tick nicht richtig: Mein Leben mit Zwängen, Ängsten und Macken“) hat auch die Autorin Diana Fey, 36, ihr Leiden thematisiert. Ihr Buch heißt „Wieviel verrückt ist noch normal?“ Es erzählt davon, wie sie als Kind einen Putz- und Waschzwang entwickelt, um Stress in der Schule zu kompensieren. Und wie dieser Zwang im Laufe der Jahre so übermächtig wird, dass sie viel Energie aufwenden muss, um ihn vor Kollegen und Freunden zu verbergen.

Jahrelang gelingt ihr das gut. Doch dann trifft sie die große Liebe ihres Lebens und wird schwanger. Und der Mann stellt ihr ein Ultimatum: Entweder sie sucht sich professionelle Hilfe – oder er geht.

Das Buch liest sich wie das Drehbuch für eine Sitcom. Diana Fey gelingt es, ihrer krankhaften Angst vor Ansteckung mit Krankheiten eine gewisse Situationskomik abzugewinnen. Ihr Über-Ich, sie nennt es „Guru“. Und Guru ist ein gnadenloser Tyrann. Hier ein Beispiel aus ihrem Buch: „Dann spürte ich plötzlich etwas Weiches an meinem Finger kleben. Ein Kaugummi, den irgendein Penner unter die Lehne geklebt hatte. Igitt! dachten Guru und ich gleichzeitig. Guru fügte noch hinzu: Die totale Katastrophe! Der Kaugummi stammt von einem Tollwutkranken. Jetzt hilft nur noch eins: Händewaschen! Ich saß aber nun mal in einem alten Bus und hatte nicht mal ein Taschentuch im Gepäck. Was sollte ich also stattdessen tun? Bredouillenplan 1: Brumm die Tollwut raus! Bitte was?“

Heute kann sie darüber lachen

Heute kann sie tatsächlich darüber lachen. Man erreicht sie am Telefon. Sie ist gerade mit ihren beiden Kindern auf Lesetour in ihrer hessischen Heimat, der Sohn ist sieben, die Tochter zwei Jahre alt. Sie sagt: „Wundern Sie sich nicht, wenn die Kleine beim Telefonieren hereinplatzt. Ich stille immer noch. Vielleicht auch so eine Macke von mir.“ Sie kichert. Eine quirlige Frau. Eine, die ihr Leben liebt.

Ein Therapeut hat ihr geholfen, ihre Zwänge in den Griff zu bekommen. Es war ein steiniger Weg, das ahnt man, wenn man ihre Geschichte liest. Sie sagt, richtig schlimm sei es geworden, als sie mit 19 Jahren nach Wiesbaden zog, um eine Lehre in der Verwaltung zu machen. Ein eintöniger Job. Dienst nach Vorschrift. Bloß nicht selber denken. Sie sagt, der öffentliche Dienst sei der ideale Nährboden für Neurosen.

In ihrem Buch schreibt sie: „Mein Neuanfang in der Großstadt hatte mir keine Besserung, sondern eine Steigerung meiner Zwänge eingebracht. Wie sollte ich auch anders mit den schlechten Gefühlen zurechtkommen, die mich nicht nur beruflich (und nebenberuflich), sondern auch im Privaten trafen? Jetzt war auch noch mein Hund weg, so dass ich nach der Arbeit allein mit einem Haufen reinigender Rentner konfrontiert war. Das klappte nur auf meine persönliche, anpassungsfähige Art: My Home wurde my keimfrei Castle. Ich selbst wurde auch keimfreier denn je, wusch meine Hände nach allem, was ich tat, sei es das bloße Fernseherausschalten oder Kühlschrankschließen. Ich zählte zudem neuerdings meine Schritte und vermied dabei ungerade Zahlen. Wiederholtes In-den-Raum-Gehen ergänzte ich durch wiederholtes Hinsetzen. Türen wurden von mir generell mehrmals geöffnet und geschlossen, und zwar ausschließlich mit dem Ellenbogen. Beim Einkaufen griff ich grundsätzlich nach den vorletzten Produkten und die Lebensmittel in meinem Kühlschrank lagen in gerader Anzahl parallel nebeneinander. Genauso verhielt es sich mit den drei ebenso parallel nebeneinander drapierten Fernbedienungen, denen ich mit meinem schnurlosen Telefon zu einer geraden Summe verhalf.

Das, was all die Jahre von Kopf-Guru kam, kam nun aus mir selbst. Oder aus meiner Angst? Die jedenfalls sorgte nicht nur dafür, dass ich mich in zunehmendem Maße in meiner Wohnung verschanzte, sondern animierte mich auch noch dazu, alle paar Minuten ausgedehnte Ausschau nach Einbrechern zu halten. Ich war ein Freak, durch und durch.“

Die Angst ist zwar noch da, aber sie hat sie jetzt im Griff

Doch woher kamen diese negativen Gefühle überhaupt? Sie habe die Zwänge mit sechs Jahren entwickelt, schreibt Diana Fey. Einschulung. Umbruch. Die Geburt des kleinen Bruders. Eine Mutter, die wenig Zeit für sie hat. Eine übermächtige Oma, die öffentliche Verkehrsmittel aus Angst vor Krankheitserregern meidet und ihr einschärft, viel zu beten und sich gründlich die Hände zu waschen, nicht nur einmal, sondern zweimal, dreimal, viermal, fünfmal. Da schließt sich der Kreis.

Diana Fey erzählt das vorwurfsfrei. Sie hat ihren Frieden mit sich und der Großmutter gemacht. Sie sagt, viele Frauen hätten sich in ihren Beschreibungen wiedererkannt. Sie will ihnen Mut machen.

Ihre Angst, sie ist zwar immer noch da. Aber sie hat sie jetzt im Griff. Sie sagt: „Wenn mir der Stress heute über den Kopf wächst, muss ich nicht mehr staubsaugen. Ich sage dann einfach mal einen Termin ab.“

Sie sagt, ohne ihren Mann, einen Drehbuchautor, hätte sie das nicht geschafft. Sie hatten sich vorübergehend getrennt. Jetzt sind sie wieder ein Paar. Er hat sie ermutigt, dieses Buch zu schreiben. Es ist die Geschichte einer Befreiung.

Wieviel verrückt ist noch normal? Es ist eine klare Linie, die die Macke von der Zwangsstörung trennt. Unsichtbar für die Gesunden, aber spürbar für die Betroffenen. Daran muss ich jetzt jedesmal denken, wenn ich wieder mit meinen Joghurtbechern jonglierend durch den Supermarkt schleiche. Nein, ich bin nicht verrückt. Ich sehe nur so aus.

Zum Weiterlesen:

Diana Fey, Wieviel verrückt ist noch normal, Mein Leben, meine Neurosen und ich, Herder, 19,99 Euro.

Schlecky Silberstein, Ich kann keine Wurstzipfel essen. Und 999 weitere seltsame Angewohnheiten, Ullstein, 9,99 Euro.

Hella von Sinnen/Cornelia Scheel, Des Wahnsinns fette Beute: Macken und Marotten auf der Spur, Rowohlt, 9,99 Euro.