Cafés

Schlemmen und Toben beim Frühstück? Hier geht das

In Familien-Cafés können Eltern und Kinder das Essen entspannt genießen. Während die Erwachsenen sich in weichen Sofas lümmeln, sausen ihre Sprösslinge mit Bobbycars durch die Gegend.

Foto: Trinette Reed / Getty Images/Blend Images

Wenn Familien mal nicht zu Hause frühstücken, sondern lieber ausgiebig Brötchen, Rührei und Kaffee im Café genießen möchten, wird das meist eine komplizierte Angelegenheit: Die Jüngste beginnt nach zehn Minuten zu nölen, die anderen Gäste blicken genervt und man versucht fast schon panisch, die Kleine zu beruhigen. Der Größere mag nicht lange still sitzen und will viel lieber spielen.

So kann es passieren, dass das, was als gemütlich und entspannt gedacht war, in Stress ausartet. Es sei denn, man reserviert Frühstück oder Brunch in einem Café, das extra für Familien gedacht ist.

Manch einer mag da an die grässlich lauten, beengten und mit Leuchtstoffröhren ausgestatteten Kindercafés denken. Tatsächlich aber gibt es in Berlin mittlerweile viele liebevoll eingerichtete Lokale mit hübsch bemalten Wänden, die Köstlichkeiten von Kuchen bis Marmelade selbst herstellen oder bei lokalen Manufakturen bestellen. In manch einem Café werden sogar Babygläschen angeboten.

Terrassen mit Strandkörben und Sandkiste

Die Familien können sich in weiche Sofas oder Sessel lümmeln, die Kinder sausen mit Bobbycars an ihnen vorbei, lassen Murmeln die Murmelbahn hinunterrollen, schmökern in Büchern, toben mit anderen Kindern in Extrabereichen, sausen von der Rutsche in ein buntes Bällebad, reiten auf niedlichen Schaukelpferden oder kraxeln auf dem Klettergerüst.

Viele Cafés bieten für die warmen Tage auch hübsche Terrassen an, mit großen und kleinen Liegestühlen, Strandkörben und großer Sandkiste. Die Eltern haben die Sprösslinge immer im Blick, müssen aber nicht aufpassen, dass sich ein anderer Gast von spielenden Kindern gestört fühlen könnte.

Hausschuhe oder Socken mitbringen

Viele dieser Familiencafés liegen in Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Schöneberg. Meist bittet man darum, dass sich Eltern und Kinder die Straßenschuhe im Café ausziehen und in eigens aufgestellte Regale stellen. Die Begründung: Kleinkinder krabbeln über den Boden – übrigens oft aus weichem Filz oder Teppich – und sollen nicht mit Straßendreck in Berührung kommen.

Daher ist es besser, sich die eigenen Hausschuhe oder dicke Socken mitzubringen. Auch wird in vielen Familiencafés eine „Spielgebühr“ von durchschnittlich drei Euro für Kinder ab drei Jahren erhoben. So können alte oder schon arg verbrauchte Spielsachen regelmäßig durch neue ersetzt werden.

Wer am Sonntag zum Brunch oder Samstag zum Frühstücksbüfett in eines der Eltern-Kind-Cafés gehen möchte, sollte rechtzeitig reservieren – ein gemütliches Frühstück mit der ganzen Familie ist begehrt.