Geldtipp

So viel Taschengeld muss sein

Über Geld spricht man nicht? Doch, unbedingt - und besonders mit seinen Kindern. Nur wer früh eigenes Geld besitzt, lernt, wie man damit umgeht, etwa für eine größere Anschaffung wie einen iPod spart. Oder dass man eben auch mal auf etwas verzichten muss, weil der Sparstrumpf leer ist.

Bei der Diskussion um die Höhe des Taschengeldes dürfen Eltern natürlich die persönliche Familienfinanzsituation mit einbeziehen, aber Sohn oder Tochter sollten auch mit ihren Freunden oder Klassenkameraden mithalten dürfen. Der Frust und dementsprechend auch der Druck, den Kinder sonst ausüben, dürfte groß sein. Eine Orientierungshilfe liefert eine Umfrage von Youngcom im Auftrag des Bundesverbandes der Banken. Erste Erkenntnis: Nicht jedes Kind bekommt Taschengeld (28 Prozent). Wenn es also mal nicht drin sollte, gibt es auch dafür Argumente. Bei den zwei Dritteln der Kinder und Jugendlichen in Deutschland, die monatlich von ihren Eltern Geld zugesteckt bekommen, gibt es bei der Höhe eine große Bandbreite. 23 Prozent erhalten maximal 20 Euro im Monat. Weitere 23 Prozent werden mit 21 bis 30 Euro unterstützt. Immerhin 13 Prozent der befragten Töchter und Söhne bekommen schon zwischen 31 und 50 Euro, bei neun Prozent sind es sogar 51 bis 100 Euro. Über 100 Euro im Monat fürs Sparschwein gibt es nur bei einer Minderheit von vier Prozent. Diese Zahlen dürften bei der nächsten Taschengeldverhandlung im Familienrat hilfreich sein - und nebenbei kann im Geldgespräch zwischen Eltern und Kindern ein bisschen Statistik geübt werden.