Recht

Verbraucherschützer geben Tipps zur Familienpflegezeit

Die seit Jahresbeginn geltende Familienpflegezeit für Arbeitnehmer ist kein Selbstläufer. Vielmehr sind konkrete Absprachen mit dem Arbeitgeber notwendig, damit Angehörige betreut werden können, heißt es von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Voraussetzung sei, das der Arbeitgeber der zweijährigen Familienpflegezeit zustimme, denn ein Rechtsanspruch bestehe nicht.

Nach dem Familienpflegezeitgesetz kann jeder Beschäftigte die Pflegezeit nutzen, der zu Hause einen Angehörigen ab der Pflegestufe eins betreut. Stimmt ein Unternehmen der vorübergehenden Familienpflegezeit zu, müssen alle Einzelheiten über Dauer, Stundenreduktion, den späteren Ausgleich über Lohnverzicht oder zusätzliche Arbeitsstunden mit dem Arbeitgeber ausgehandelt und in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten werden.

Die Verbraucherschützer weisen auch darauf hin, dass für die gesamte Pflegezeit eine sogenannte Risikoversicherung abgeschlossen werden. Sie soll finanzielle Ausfälle durch Berufsunfähigkeit oder Tod des Arbeitnehmers für den Betreib ausgleichen.

( epd )