Gespräche

Medienexperte: Über Gefahren des Internets reden

Gespräche statt Verbote: Das empfiehlt das baden-württembergische Landesmedienzentrum allen Eltern, die ihre Kinder vor den Gefahren des Internets schützen wollen.

"Das Allerwichtigste ist, mit den Kindern im Gespräch zu bleiben und sie auf ihrem Weg durch das Internet zu begleiten", sagte der Direktor des Zentrums, Wolfgang Kraft, vor Beginn des Kongresses "Medienkompetenz gemeinsam stärken" in Stuttgart. "Verbote auszusprechen ist ganz schwierig, die umgehen Kinder geschickt." Eltern sollten sich mit ihren Kindern an den Computer setzen und ihnen dann zum Beispiel erklären, warum sie nicht wollen, dass pornografische Seiten besucht werden: "Man muss den Kindern klarmachen, warum man das nicht möchte und was für sie daran belastend sein kann." Wichtig sei, die Kinder schrittweise mit dem Medium vertraut machen. "Es geht nicht nur um Gefahren. Die Chancen, die sich eröffnen, sind riesig - man muss nur richtig darauf vorbereitet sein." Dies gelte auch für soziale Netzwerke wie Facebook. Die Medienbildung müsse auch fest im Schulalltag verankert werden.