Geldtipp

Riester-Zulagen müssen bis Jahresende beantragt werden

Familien mit Kindern erhalten besonders hohe Riester-Zuschläge vom Staat. Zu der Standard-Förderung in Höhe von 154 Euro gibt's 185 Euro extra für jedes Kind. Für Kinder, die ab dem 1. Januar 2008 zur Welt gekommen sind, sogar 300 Euro. Jährliche Einzahlungen von bis zu 2100 Euro können Riester-Sparer außerdem steuerlich absetzen.

Wer mit Riester-Rente fürs Alter vorsorgen will, muss einen Vertrag über ein Sparprodukt abschließen. Entweder eine Versicherungspolice, einen Bank-, einen Bau- oder auch einen Fondssparplan. Der Sparer zahlt dann bis zum Renteneintritt Geld ein - mindestens 60 Euro im Jahr - und erhält seinen Zuschuss vom Staat. Vom Anbieter bekommt der Kunde am Ende der Laufzeit außer den Zulagen mindestens die Summe zurück, die er eingezahlt hat.

Bis Ende Dezember sollten Rister-Sparer ihre staatlichen Zulagen einfordern. Der Antrag muss beim Anbieter des jeweiligen Vertrages gestellt werden. Wer es für die vergangenen Jahre verpasst hat, der kann es noch für die vergangenen zwei Jahre rückwirkend beantragen. Das bedeutet: Wer 2009 einen Riester-Vertrag abgeschlossen und bisher keine Geld vom Staat erhalten hat, kann sich all seine Zulagen noch sichern, wenn er bis zum 31. Dezember tätig wird. Um auch in Zukunft kein Geld vom Staat zu verschenken, können Sparer einen sogenannten Dauerzulagenantrag stellen. Durch diesen beauftragt man den Anbieter, jährlich den Zulagenantrag bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen ZfA zu stellen. Damit läuft das Verfahren automatisch.

Riestern kann jeder, der Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rente zahlt, sowie Beamte, versicherungsfrei Beschäftigte, manche Arbeitssuchende und Ehegatten von Riester-Sparern. Wer die Bedingungen für eine Riester-Förderung nicht mehr erfüllt, von dem werden die zu Unrecht gezahlten Zuschüsse zurück gefordert. Das gilt auch, wenn Sparer ihre Riester-Zulagen zweckentfremdet verwenden, etwa sich davon ein Auto kaufen.