Sicherheit

Verkehrsexperte: Kurze Wege lieber zu Fuß gehen

Viele Kinder sind in den kommenden Wochen auf dem Weg zur Schule oder vom Hort nach Hause in der Dunkelheit unterwegs.

Um Kinder für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren, sollten Eltern häufiger mit ihnen gemeinsam spazieren gehen, rät Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Das Auto könne ruhig einmal stehen gelassen und kürzere Wege, etwa zur Schule oder zum Kindergarten, gemeinsam zu Fuß zurückgelegt werden. Als Fußgänger lernen Kinder, sich im Verkehr sicher zu bewegen - aus der Perspektive des Mitfahrers im Auto sei das nicht möglich. Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Anders als Erwachsene könnten sie sich noch nicht auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren, erklärt die Essener Verkehrspädagogin Maria Limbourg. Wenn sie beispielsweise einen Freund entdeckten, würden sie nicht mehr auf die Autos achten. Das ändere sich erst ab einem Alter von etwa zwölf Jahren. Außerdem könnten Kinder Entfernungen und Geschwindigkeiten nicht gut einschätzen und sich nicht andere Verkehrsteilnehmer hineinversetzen.