Workshop

"Werkstatt Denkmal": Schüler erforschen Berliner Geschichte

Luise und ihre 17 Mitschüler vom Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Pankow sind überrascht von den Entdeckungen, die sie im Gesundheitshaus in Pankow gemacht haben. Für eine Woche schlüpften sie in die Rolle von Historikern.

Sie nahmen damit an der vom Verein "Denkmal an Berlin e.V." organisierten Workshopwoche "Werkstatt Denkmal" teil - fast zeitgleich mit 200 anderen Schülern, die berlinweit acht Workshops belegten. In Spandau untersuchten sie beispielsweise das Denkmal des Freiherrn vom Stein, in Tegel die Geschichte der Borsig-Werke und in Lichterfelde die elektrische Straßenbahn. "Das Gesundheitshaus ist ganz in der Nähe unserer Schule und wir haben es bis jetzt nie richtig wahrgenommen", sagt die 15-Jährige. "Es war wirklich interessant. Es ist ein Fürsorgehaus mit fast 100-jähriger Geschichte, das seinen ursprünglichen Zweck heute wiederhat. Es ist eigentlich nicht wichtig für die Weltgeschichte, besaß aber für viele Menschen immer viel Bedeutung." Die Jugendlichen erforschten schriftliche Quellen, befragten Zeitzeugen und untersuchten unter anderem Baustil und historische Ausstattung. Zum "Tag des offenen Denkmals", der am 10. und 11. September stattfindet, haben die Teilnehmer aller acht Workshops Präsentationen vorbereitet, bei denen sie Besuchern ihre Forschungsobjekte vorstellen. Mehr Informationen und Führungstermine unter www.denk-mal-an-berlin.de