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Volljährig - das ändert sich

Gesetz Seit 1975 beginnt die Volljährigkeit laut § 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) mit dem vollendeten 18. Lebensjahr. Das bedeutet, dass man nun alle Rechte und Pflichten eines Erwachsenen hat und für sein Handeln selbst verantwortlich ist. Vor dem 1. Januar 1975 erreichten Jugendliche erst mit 21 Jahren die Volljährigkeit.

Mehr Rechte Als 18-Jähriger ist man voll geschäftsfähig, man kann ohne Unterschrift der Eltern einen Kauf- oder Mietvertrag abschließen. Auch bei der Bank kann man jetzt ein eigenes Konto eröffnen und einen Kreditvertrag unterschreiben - allerdings trägt man nun auch selbst die Verantwortung dafür und nicht mehr die Eltern.

Mit dem 18. Lebensjahr erlangt man außerdem das Wahlrecht, um selbst zu wählen oder gewählt zu werden. Ebenso dürfen 18-Jährige nun auch ohne Zustimmung der Eltern heiraten - soweit beide Partner volljährig sind. Den Führerschein kann man in Deutschland heute zwar schon vor dem 18. Geburtstag machen, ohne Begleitung darf man aber erst als Volljähriger Auto fahren.

Jugendschutz Ab jetzt gelten auch nicht mehr die Beschränkungen des Jugendschutzgesetzes, das heißt man kann zum Beispiel auch hochprozentigen Alkohol kaufen und der Arbeitgeber darf einen nun auch an Feiertagen, an Wochenenden und nach Bedarf mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten lassen. Ebenso ist für Volljährige auch der Schichtdienst erlaubt.

Einschränkung Als Volljähriger ist man zwar voll strafmündig, man kann also als Erwachsener verurteilt werden. Vor Gericht gilt man aber noch bis zum 21. Lebensjahr als Heranwachsender. Das Gericht kann je nach Art und Schwere der Straftat entscheiden, ob das Jugend- oder das Erwachsenenstrafrecht angewendet wird.