Schule

Was ein Elternvertreter können muss: Vor allem viel reden

Sie sind Ansprechpartner für Eltern, Lehrer und Schulleitung, vermitteln bei Problemen in der Klasse - und organisieren die Elternabende

Wer darf Elternvertreter werden?

Grundsätzlich kann jeder Sorgeberechtigte wählen und gewählt werden. Dieser kann einen anderen Erwachsenen bevollmächtigen, das Wahlrecht zu übernehmen. Gewählt werden innerhalb des ersten Monats nach Schuljahresbeginn zwei gleichberechtigte Elternvertreter, Stellvertreter nur, wenn die Elternversammlung das so beschließt.

Welche Aufgaben haben sie?

Elternsprecher sind Ansprechpartner der Eltern gegenüber Lehrern und Schulleitung. Das heißt in der Praxis vor allem: Sie organisieren die Elternabende. Dazu laden sie in Absprache mit dem Klassenlehrer Eltern und Lehrer ein. Nur in neu gebildeten Klassen übernehmen diese Aufgabe beim ersten Elternabend die Lehrer. Im Schuljahr muss es mindestens drei Elternabende geben.

Wer ist ein guter Elternsprecher?

Die Elternsprecher vertreten in ihrem Amt alle Eltern der Klasse - und nicht nur ihre eigenen Interessen. Das ist nicht immer leicht zu akzeptieren, etwa, wenn die Elternsprecher selbst für Noten ab der dritten Klasse, die Mehrheit der Eltern aber dagegen stimmt. Gern reden sollte man auch: Immerhin halten Elternvertreter den Kontakt zu den anderen Eltern, Lehrern und Schulleitung. Viel Zeit dagegen muss man in der Regel nicht unbedingt mitbringen: Die drei Elternabende sollten Eltern ohnehin besuchen, hinzu kommen mindestens drei Sitzungen der Gesamtelternvertretung (GEV). Wer darüber hinaus aktiv sein möchte, kann sich beispielsweise in die Schulkonferenz oder als Vertreter in den Bezirkselternausschuss wählen lassen. Der Landeselternausschuss vertritt berlinweit die Interessen der Schüler, auch hier können sich Elternvertreter über ihr Klassen-Amt hinaus engagieren. Wenn es in einer Klasse gravierende Probleme gibt, kann das Amt vorübergehend mehr Arbeit machen, weil viele Gespräche notwendig werden.

Was haben die Elternvertreter von ihrem Einsatz?

Einen direkten Draht zur Schule. Bei Gesprächen mit den Lehrern erfahren sie, welche Themen die Klasse gerade beschäftigen - und können selbst Anregungen mitbringen. Außerdem haben sie als Gesprächsleiter beim Elternabend Einfluss darauf, wie lange die Diskussionen dauern. Und sie können in der GEV über Entscheidungen abstimmen, die die gesamte Schule betreffen.

Wie lange bleiben sie im Amt?

Bis sie zurücktreten oder das Kind die Klasse verlässt. Sie können auch von den übrigen Eltern abgewählt werden - wenn ein Nachfolger gefunden wird.

Quelle: Landeselternausschuss