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Recht: Jobcenter drohen Eltern grundlos mit Streichungen

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Recht

Jobcenter drohen Eltern grundlos mit Streichungen

Vielen Hartz-IV-Empfängern, die für ihre Kinder rückwirkend Leistungen aus dem Bildungspaket beantragten, drohen die Jobcenter mit der Streichung aller Bezüge. Betroffen seien davon die Eltern, die Ansprüche für die ersten drei Monaten dieses Jahres geltend machten, so das Erwerbslosen Forum Deutschland. Von den Eltern würden Nachweise über die Verwendung der Leistungen verlangt, etwa Belege über bezahlte Schulmittagessen oder Fahrkarten. Da jedoch die Nachweispflicht erst zum 1. April im Vermittlungsausschuss beschlossen wurde, sei die Drohung des Jobcenters vor Gericht nicht durchsetzbar. Allerdings sorge der entsprechende Absatz in den Schreiben für Ver- unsicherung.

Info

Neue Internetseite für Pflegeeltern und Interessierte

Die gemeinnützige Gesellschaft "Familien für Kinder" hat eine Informationsseite für Pflegeeltern eingerichtet. Die Homepage www.pflegekinder-berlin.de biete Infos und soll das Interesse für die Aufnahme von Kindern steigern. Derzeit lebten mehr als 2700 Kinder in Berliner Pflegefamilien, jährlich müssten weitere 500 Kinder untergebracht werden. "Familien für Kinder" ist eine Tochtergesellschaft des Vereins "Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern" und ein durch die Länder Berlin und Brandenburg zertifizierter Bildungsträger.

Studie

Kinderärzte warnen vor zu spätem Fernsehen

Kleine Kinder sollten vor dem Schlafen nicht fernsehen. Wenn sie etwas Beunruhigendes sehen, falle es ihnen schwer einzuschlafen, erklärte der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte. Das könne selbst ein vermeintlich lustiger Clown sein - das außergewöhnliche Aussehen mache Kindern Angst. Studien hätten gezeigt, dass jede zusätzliche Stunde vor einem Bildschirm am späten Nachmittag zu einer deutlichen Zunahme von Schlafproblemen führe. Der Kinderärzteverband empfiehlt, die Fernsehzeit für Drei- bis Fünfjährige auf 30 Minuten am Tag zu beschränken, für Sechs- bis Neunjährige auf eine Stunde und für Kinder von zehn bis dreizehn Jahren auf 90 Minuten. Generell solle es für alle Altersgruppen auch fernsehfreie Tage geben.

Gesundheit

Heuschnupfen: konsequente Behandlung von Kindern nötig

Fast jedes zehnte Kind reagiert allergisch auf Pollen: Die Augen tränen, die Nase läuft, der Rachen ist verschleimt. Wird nichts dagegen unternommen, droht eine Verschlimmerung: Die Beschwerden greifen auf die Lunge über, ein allergisches Asthma ist die Folge. "Heuschnupfen wächst sich in der Regel nicht aus", sagt Albrecht Bufe, Allergologe und Kinderarzt an der Ruhr-Universität Bochum, in "Baby und Familie". Deshalb sollte ein Heuschnupfen-Kind zum Allergologen zur Untersuchung und Behandlung. Ein einfacher Hauttest gibt Aufschluss, welche Pollen ursächlich sind. Akut helfen Medikamente, langfristig die "Hyposensiblisierung".