Erziehung

PC und Internet sind bei Grundschülern Standard

Nicht alle Pädagogen sind davon überzeugt, dass Kinder bereits im frühesten Alter mit Computer und Internet konfrontiert werden sollten.

So lehnen etwa viele Waldorfschulen die PC-Erziehung in der Unter- und Mittelstufe ab. Medienpädagogik ist offenbar wichtiger denn je, denn sieben von zehn Grundschülern sitzen täglich vor dem Rechner, surfen und chatten oft eine Stunde am Tag. "Der Computer ist im Alltag kaum noch wegzudenken, deshalb will gerade heute der richtige Umgang mit dem Medium gelernt sein", sagt York Scheller, Diplom-Psychologe bei der Techniker Krankenkasse, die eine entsprechende Befragung durchgeführt hat. Es sei aber nicht nur die Aufgabe der Schule, Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit den digitalen Medien zu zeigen. Auch und gerade die Eltern stünden in der Pflicht. Mehr als eine halbe Stunde Computer-Spaß am Tag reicht nach Ansicht von Scheller. Zudem sollten sich Eltern die Zeit nehmen, mit ihren Kindern im Internet zu surfen oder mit ihnen am PC Spiele zu spielen. Gemeinsam Zeit am PC zu verbringen und seinen Kindern Ratschläge zu geben, sei der richtige Weg, den Umgang mit dem Medium zu lernen, meint Scheller. Wenn Eltern auch noch auf pädagogisch wertvolle Computerspiele- und Programme achten, die die Kreativität und Lernfreude fördern, machten sie fast alles richtig.

( BM )