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Rechtslage

Mutter-Vater-Kind-Kuren gehören seit der Gesundheitsreform vom 1. April 2007 zu den Pflichtleistungen der Krankenkassen. Versicherte mit Familienverantwortung haben Anspruch auf medizinische Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen, wenn diese medizinisch begründet und von einem Arzt attestiert sind. Die stationäre Mutter-/Vater-Kind-Maßnahme muss bei der jeweiligen Krankenkasse beantragt werden. Doch die Kassen tun sich oft schwer mit der Bewilligung, die Ablehnungsquote ist gestiegen.

Bedarf Nach einer Studie des Instituts für empirische Sozialforschung leben in Deutschland 1,1 Millionen Frauen und 128 000 Männer in Familienverantwortung, die kurbedürftig, anspruchsberechtigt und motiviert für eine stationäre Mutter-/Vater-Kind-Maßnahme sind.

Kurwiederholungen Es gibt keinen festgelegten Zeitraum für die Wiederholung von Kuren, dieser regelt sich nach der medizinischen Begründung.

Zuzahlungen

Der Eigenanteil für einen Kuraufenthalt liegt in der Regel bei 10 Euro pro Tag. Kinder zahlen bis zum 18. Lebensjahr nicht dazu. Die Fahrkosten zur stationären Vorsorgemaßnahme übernimmt die Krankenkasse. Der Eigenanteil beträgt zehn Prozent (max. 10 Euro pro Person). Infos bei der Krankenkasse.

Wunsch- und Wahlrecht

Versicherte haben ein Wunsch- und Wahlrecht. Die Krankenkassen müssen bei der Wahl der Einrichtung die berechtigten Wünsche der Versicherten berücksichtigen.

Beratungen bieten karitative Einrichtungen, Kurkliniken, private Kurberater und die Beratungshotline des Müttergenesungswerkes: Tel. 030 33 00 29-29