Schüler tun Gutes

Entwicklungshilfe

Bewegen, Spaß haben und Gutes tun: So lautete das Motto des ersten Spendenlaufs der Max-von-Laue-Sekundarschule rund um den Schlachtensee.

Foto: Marion Hunger

Im Vorfeld des "Fun Walk" suchten die Schülerinnen und Schüler Sponsoren, die mit einem beliebigen Betrag jeden ihrer gelaufenen Kilometer zu unterstützen bereit waren. "Alle haben mindestens eine Runde von 5,5 Kilometern geschafft, manche sogar 20", erzählt die betreuende Lehrerin Christiane El-Nahry stolz. Mehr als 2500 Euro kamen bei der Aktion Anfang Mai zusammen. Zur Hälfte geht der Erlös an Schulen in Brasilien und Äthiopien, mit denen die Schule Partnerschaften pflegt. Ein Viertel landet beim Förderverein der Schule, ein weiteres in der Klassenkasse.

Der Spendenlauf ist nicht das erste Projekt, das die Schüler der Max-von-Laue-Schule auf die Beine stellen. Seit 2008 besteht dort die Sozial AG "TAT", Abkürzung für "think - act - talk". In der AG treffen sich einmal pro Woche etwa zehn Jugendliche aus den Jahrgangsstufen 7 bis 10. Ziel des freiwilligen Einsatzes ist es, Aktionen durchzuführen, die Armut und Ungerechtigkeit in der Welt vor Augen führen und dazu beitragen, das Leid in Entwicklungsländern zu mildern. Dafür werden zum Beispiel Rosen aus fairem Handel verkauft, eine Benefiz-Gala veranstaltet oder Katastrophenhilfe geleistet. Mehrmals schon konnte die AG Preise gewinnen - zum Beispiel beim Sharety Award von Kinderwelten e.V. und beim Wettbewerb des Bundespräsidenten "Eine Welt für alle - Alle für eine Welt".

Auch der Spendenlauf soll nicht der letzte gewesen sein. "Ich denke, dass sich diese Aktion etablieren wird", sagt Lehrerin Christiane El-Nahry. Zudem hat das Projekt Interesse geweckt: Mehrere Schüler, die bislang nicht in der TAT AG dabei waren, wollen sich diese nun anschauen. "Es braucht nur einen kleinen Anreiz, um die Schüler zu motivieren", sagt Carola Hoffmann, Sozialpädagogin der Schule. Sie ist vom Erfolg des Spendenlaufs begeistert: Die Schüler hätten am eigenen Leib gespürt, dass sie etwas bewirken können, und etwas für ihre Zukunft gelernt. Das bestätigt Marlen (15) aus der TAT AG: "Ich habe gelernt, richtig gut zu organisieren."