Geldtipp

Schnäppchen nicht verpassen

Wer bei Aldi oder Lidl ein Sonderangebot ergattern will, muss früh aufstehen. Das ist bekannt. Oft sind Fernsehgeräte oder Computer schon nach kurzem ausverkauft. Doch wer zu spät kommt, muss sich das nicht gefallen lassen.

Manchmal handelt es sich auch um ein unerlaubtes Lockangebot, das nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verboten ist.

Das hängt davon ab, ob im Werbeprospekt ein aufklärender Hinweis darauf enthalten war, dass nur sehr wenige der beworbenen Angebote zur Verfügung stehen. Fehlt er oder ist er in einer winzigen Fußnote versteckt, liegt ein Verstoß gegen das UWG vor. Es gibt keine festen Fristen, wie lange ein Vorrat reichen muss. In der Regel sollten es aber die ersten beiden Tage sein. Anders sieht es bei ohne Einschränkung beworbenen Artikeln aus: Vor kurzem hat der Bundesgerichtshof in einer Klage der Verbraucherzentrale gegen Lidl entschieden, dass auf diese Art und Weise beworbene Lebensmittel am ersten Tag und beworbene Computerprodukte am ersten Tag bis 14 Uhr vorhanden sein müssen.

Verbraucher haben bei fehlender Werbeware allerdings keinen Anspruch auf deren Beschaffung zum Werbepreis. Sie sollten aber immer auch den Filialleiter fragen, ob der Wunschartikel aus einer anderen Filiale beschafft werden kann.