Förderung für Hochbegabte

Projekt vermittelt Mentoren für Kinder aus Problem-Familien

Das Mentoren-Programm für hochbegabte Kinder aus benachteiligten Familien hat bereits 13 Kinder und Mentoren zusammengebracht. Das berichtete Initiatorin Dagmar Schilling vom Paritätischen Wohlfahrtsverband in einer ersten Zwischenbilanz.

Der besondere Fokus des Programms liegt auf dem Stadtbezirk Neukölln. Träger des Mentoring-Projekts Fibonacci ist der Neuköllner Verein für Schulsozialarbeit AspE. Für die Anschubfinanzierung sorgte der Lions Club Dahlem.

Fünf der hochbegabten Kinder zwischen neun und 13 Jahren kommen aus Neukölln, die anderen aus Tempelhof, Prenzlauer Berg und Lichtenberg. "Einige stammen aus Familien mit Migrationshintergrund, andere haben schwierige Bedingungen, weil die Mütter allein und überfordert sind", sagte Schilling. Alle Kinder haben besondere Interessen und Fähigkeiten, die sie mit ihren Mentoren bei drei bis vier Treffen pro Monat vertiefen können. "Wir haben etwa für ein Mädchen, das sich sehr für Vögel interessiert, einen ehemaligen Schulleiter als Mentor gewinnen können, der über Greifvögel forscht."

Nicht immer aber gehe es dabei um reines Wissensfutter. Manchmal sei es auch am wichtigsten, das Kind als Ganzes zu stabilisieren, weil es zu Hause kaum Unterstützung erhält. "In einem Fall hatte ein Junge schon eine äußerst schwierige Schullaufbahn hinter sich, bis festgestellt wurde, dass er hochbegabt ist", berichtet Schilling. Die Kinder werden von den Schulen oder von den Hochbegabten-Koordinatoren der Bezirke vorgeschlagen, dann sucht das Fibonacci-Projekt nach passenden Mentoren, die die Kinder mindestens ein Jahr lang begleiten sollen.