Geldtipp

Versicherung für das Fahrrad lohnt sich meist nicht

Die Sonne wärmt die Straßen, Jasmin- und Kirschbaumblüten füllen Berlin mit ihrem Duft. Da wird es Zeit, endlich das Fahrrad wieder fit zu machen. Deutschlandweit gibt es immerhin 70 Millionen Fahrräder - und laut Allgemeinem Deutschen Fahrradclub fahren jeden Morgen vier Millionen Menschen mit dem Rad zur Arbeit.

Leider kennt auch fast jeder Fahrradfahrer das Gefühl, an seinen Parkplatz zu kommen und kein Rad mehr vorzufinden. Zurückgeblieben ist allenfalls das geknackte Schloss. 350 000 Räder verschwinden jedes Jahr in Deutschland. Und nur ein Zehntel aller Diebstähle werden nach Auskunft der Polizei aufgeklärt. Da ist es besser, das Rad richtig versichert zu haben. Die Hausratversicherung greift nur, wenn das Rad in Keller, Wohnung oder Garage geklaut wird, aber nicht, wenn es unterwegs gestohlen wurde. Ob es sich lohnt, eine spezielle Fahrrad-Diebstahlversicherung zur Hausratpolice dazuzubuchen, muss gut durchgerechnet werden. In den meisten Fällen ist der Extrabeitrag zu teuer. Je nach Versicherer werden für Fahrräder mit einem Wert von 500 Euro zwischen 50 und 100 Euro pro Jahr fällig. Wer ein teureres Gefährt hat, kann auch mal 200 Euro oder mehr bezahlen.

Verbraucherschützern raten auch, das Kleingedruckte genau zu lesen: Denn nicht selten nehmen Versicherer deutliche Einschränkungen vor, so dass der Schutz beispielsweise nur zu bestimmten Uhrzeiten und an ausgewählten Orten gilt.