Test

Schlechte Noten für Junior-Handys

Viel schlechter kann ein Test nicht ausfallen: Die Zeitschrift Computer Bild hat zehn Handys verglichen - fünf speziell für Kinder entwickelte und fünf normale Handys, die auch als Kinder-Handys angeboten werden.

Die Tester befanden, dass bisher noch kein gutes Gerät auf dem Markt zu finden ist. Vier Geräte erhielten das Gesamturteil "Befriedigend", eines die Note "Ausreichend" und fünf ein "Mangelhaft".

In der Kategorie der Kinder-Handys erzielte das "Baby Contact" von ITT (129 Euro) das beste Ergebnis. Das Mobiltelefon hat keinen Bildschirm und keine Zifferntasten, dafür gibt es fünf Direktwahltasten in verschiedenen Farben und mit Symbolen bezeichnet, die sich mit je einer Nummer belegen lassen. Die Redaktion befand: "ideal für jüngere Kinder von sechs bis acht Jahren". Aber sie bemängelten die Qualität des Klangs und die Zeitbegrenzung der Telefonate auf 50 Sekunden. Deswegen vergaben sie die Gesamtnote "Ausreichend".

Die anderen vier Kinder-Handys fielen im Test durch und bekamen ein "Mangelhaft". Drei von ihnen enthielten gefährliche Weichmacher, in einem Fall wurde der Grenzwert um fast das 50-Fache überschritten. Das vierte überschritt bei der Strahlungsmessung den EU-weiten Grenzwert von zwei Watt/kg - als erstes Handy überhaupt fiel das "Cally A 88" von Asmetronic im Strahlungstest der Zeitschrift durch.

Etwas besser sieht es in der zweiten Kategorie aus. Deshalb empfehlen die Tester, für Kinder ab neun Jahren normale Handys anzuschaffen. Die meisten dieser getesteten Geräte haben herkömmliche Tastaturen und zeigen laut Computer Bild beim Telefonieren kaum Schwächen. Testsieger wurde hier das "S3030" von Samsung (149 Euro). Gelobt wird die "kinderfreundliche Bedienung, die solide Technik und der niedrigste Strahlungswert aller Geräte im Test". Das ergab die Note "Befriedigend". Auch bei den normalen Handys vergaben die Prüfer ein "Mangelhaft": Beim Jugendschutz-Handy "SGH-J700V" entdeckten sie gefährliche Weichmacher in den Kopfhörern. Das Handy wurde inzwischen vom Markt genommen.

Die Zeitschrift Computer Bild veröffentlichte den Test in der Ausgabe 16/2009. Die ausführlichen Ergebnisse sind unter www.computerbild.de zu finden.