Kunst mit Kinderaugen betrachtet

Emilio Vedova: Absurdes Berliner Tagebuch 64

Foto: Massimo Rodari

Paula (9) aus Zehlendorf: "Bei dieser Installation kann man gar nicht alles auf einmal sehen und fragt sich, ob das alles zusammengehört."

"Das da hinten in schwarz-weiß sieht aus wie ein aufgeklappter Spiegel, in den man rein- und durchsehen kann. Das mach' ich mal. Es ist gut, dass man das hier auch mal anfassen kann. Das fühlt sich rau an und fest. Das da hinten in der Ecke unter der Decke flattert wie ein festgebundener Schmetterling. Das andere Riesending unter der Decke ist nicht so bunt, eher schwarz-weiß und erinnert mich an einen Riesenstern. Die Sachen hier sind alle sehr groß. Davon würde nichts in mein Zimmer passen. An den großen Sachen finde ich toll, dass man reingehen und durchsehen kann. Dann sieht das immer wieder anders aus. Wenn ich nah rangehe, kann ich viele kleine Sachen sehen. Von weiter weg gefällt mir die Skulptur gut, weil sie zum Klettern einlädt. Aber das darf man nicht."