Projekt

Fußball und Fairplay statt Drogen und Gewalt unter Kindern

Lange überlegen musste Malik Fathi nicht. Für den Fußball-Profi war schnell klar, dass er sich für das Projekt "Junger Fußball in Berlin - keine Drogen, keine Gewalt!" einsetzen würde. Die Schirmherrschaft, die er seit Montag dafür übernommen hat, ist für ihn Ehrensache. Denn auch wenn er jetzt für Mainz 05 spielt, liegen dem ehemaligen Herthaner seine Heimatstadt Berlin und ihre Kinder am Herzen.

Der Verein "Tannenhof Berlin-Brandenburg e.V." veranstaltet das vierte Jahr in Folge vier Aktionstage für zwölf- bis 15-Jährige, die unter anderem zur Drogen- und Gewaltprävention in Problemkiezen beitragen sollen. Auch die Jugend- und Familienstiftung Berlin (JFSB) unterstützt das Projekt "Junger Fußball in Berlin" jährlich mit 5000 Euro.

Malik Fathi will dabei sein, wann immer es seine Zeit erlaubt. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Berliner Jugendfreizeiteinrichtungen und Streetworkingprojekten werden Turniere ausgerichtet, bei denen die Jugendlichen üben, Teil eines Teams zu sein und sich gegenseitig zu tolerieren. Die Schwerpunkte liegen bei Workshops zu Themen wie Fairplay und Alkoholmissbrauch. Während des Spiels wird auch das Fairplay-Verhalten bewertet. Für Fairplay- und Turniersieger gibt es einen "Herthatag" zu gewinnen. Die Kinder besuchen ein Training der Hertha-Nachwuchsakademie und bekommen eine Führung durch das Nachwuchszentrum. So erhalten sie einen Einblick in die Trainingswirklichkeit. Malik Fathi ist überzeugt, dass Vereinssport im Allgemeinen und Fußball im Besonderen Gewalt und Drogen verhindern können. "Die Gefahr, dass Kinder drogenabhängig oder gewalttätig werden, ist auf jeden Fall geringer, wenn sie in einem Sportverein eingebunden sind", sagt der 27-Jährige. "Man lernt, wie man miteinander umgeht und voreinander Respekt zu haben. Fairplay wird einem praktisch eingeimpft." Außerdem kämen viele Kinder so auch aus Zeitgründen nicht auf dumme Gedanken.

Termine, Standorte und Infos zur Anmeldung unter www.tannenhof.de